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Oberndorf a. N. Ein Lehrerkind und Leistungssportler

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Andreas Loche hat sich in Oberndorf gut eingelebt. Er hatte sich gezielt für die Ivo-Frueth-Schule beworben.Fotos: Cools Foto: Schwarzwälder Bote

Von Sachsen-Anhalt ins schöne Schwabenland – Andreas Loche, der neue Schulleiter der Ivo-Frueth-Schule in Oberndorf, stellt sich vor und verrät unter anderem, dass er in seiner Vergangenheit Leistungssportler war.

Oberndorf. Warum es ihn ausgerechnet nach Oberndorf verschlägt? "Schauen Sie sich diese Aussicht an. Ist das nicht Grund genug?", fragt der 51-Jährige lachend und zeigt nach draußen. Vom Fenster seines Büros aus kann man weit blicken. "Ich bin mit einer Schwäbin verheiratet und habe mich schon vor einer Weile in das Schwabenland verliebt", erklärt der Schulleiter. Folglich strebte er keinen Berufs-, aber einen Standortwechsel an.

Aufgewachsen ist der 51-Jährige in der Nähe von Magdeburg als Kind einer Lehrerfamilie. "Beim Abendbrot wurde immer nur über die Schule geredet. Ich habe das gehasst und wollte auf keinen Fall Lehrer werden", erinnert er sich. Stattdessen strebte der Leistungsschwimmer eine Karriere als Schwimmtrainer an. Zweimal wurde Loche DDR-Meister im Brustschwimmen im 1969er-Jahrgang.

Doch dann kam die Wende, und Loche musste seinen Wehrdienst verrichten. Letztlich konnte er seinem Erbe dann doch nicht entfliehen: Loche beschloss, in Magdeburg Sport zu studieren und wählte als zweites Fach die Sonderpädagogik – damals recht ungewöhnlich. "Wir waren zwei Männer in der Seminargruppe und wurden da natürlich mit Kusshand genommen", erzählt Loche.

Seit 1997 ist er Sonderschullehrer. Bis 2008 war er an einer sogenannten Sonderschule Lernen in Sachsen-Anhalt tätig, ehe er 2009 Konrektor wurde. Ein paar Jahre später bewarb er sich für eine Rektorenstelle in Lutherstadt Eisleben nahe Halle an der Saale. Dort war er seit 2014 an einer Schule mit rund 200 Kindern und 30 Kooperationspartnern.

Im Spätsommer 2020 wechselte er nach Oberndorf. "Ich habe mich gezielt für diese Schule beworben, nachdem ich sie mir angeschaut hatte. Ihr Profil gefiel mir ebenso wie die Anlage", sagt Loche.

Der 51-jährige Rektor mag das Familiäre, das die Ivo-Frueth-Schule ausstrahlt. In diesem Schuljahr wird sie von 72 Kindern und Jugendlichen besucht. "Hier gibt es schon vieles, was in Sachsen-Anhalt strukturbedingt gar nicht möglich war. Meine Vorgängerinnen, die die Schule kommissarisch für zwei Jahre geleitet haben, haben mir den Weg geebnet und ihre Arbeit mit großem Engagement gemacht", lobt Loche Nicole Pfister und Anja Weigel.

Vieles werde er genauso weiterführen, kündigt der Rektor an. Besonders gefallen ihm die Nachmittags- und Hausaufgabenbetreuung sowie die Nachmittagsfamilie, in der Kinder an familiäre Strukturen herangeführt werden, ihre sozialen Fähigkeiten verbessern können und lernen, wie sie ihre Freizeit sinnvoll gestalten.

Auch helfe man den Kindern gut dabei, sich beruflich zu orientieren. Langfristig ist Loches Ziel, den Schulstandort gemeinsam mit den Nachbarschulen und der Stadt zu festigen.

Privat spielt Sport neben der Familie und seinem Hund, einem Weimaraner, noch eine große Rolle für den Sulzer. Dabei stürzt sich Andreas Loche jedoch nicht mehr in die Fluten, sondern ist mit 51 Jahren aktiver Fußballspieler bei der Spielgemeinschaft VfR Sulz / VfB Sigmarswangen. Beruflich hofft er, dass die Ivo-Frueth-Schule seine letzte Station ist und er sich dann eines Tages hier im Schwabenland, in das er sich verliebt hat, zur Ruhe setzen kann.

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