Die Erzieherin Lisa Sahm (links) betreut Selina. Die Tochter von Tina Pomorin (rechts) ist die erste Bewohnerin in der neuen Krippe. Foto: Zeger

Krippe im "St. Raphael" in Oberndorf eingeweiht. Selina ist die erste Bewohnerin. "Gemütlich und kindgerecht."

Oberndorf - Jetzt hat auch die dritte Kinderkrippe in Oberndorf ihren Betrieb aufgenommen. In "St. Raphael" in der Teckstraße wurde am Freitag Eröffnung gefeiert.

Selina Pomorin, 17 Monate alt, ist das erste Kind, das hier betreut wird. Die Erzieherin Lisa Sahm kümmert sich seit Anfang des Monats um die Kleine, die noch in der Eingewöhnungsphase steckt. Gemütlich und kindgerecht, so bezeichnete der stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Wolfgang Hauser, die neuen Räume im Kindergarten St. Raphael. Die katholische Kirche ist der Träger der Einrichtung. Auch Pastoralreferentin Helga Dlugosch begrüßte die zahlreichen großen und kleinen Gäste, die sich zur Einweihungsfeier versammelt hatten, ebenso der Architekt Johannes Bantle. Er dankte sowohl den Handwerkern als auch den Kindern, die viele Ideen zur Farbgestaltung eingebracht hätten – "auch wenn am Schluss doch alles weiß wurde".

190.000 Euro kostete der Anbau, 120 000 Euro davon bezuschusste der Bund und eine private Spende unterstützte die Stadt ebenfalls bei der Finanzierung. Dies erläuterte Bürgermeister Hermann Acker in seiner Ansprache. 30 Kinderkrippen-Plätze würden nun in der Stadt zur Verfügung stehen. Zwei weitere Krippen befinden sich auf dem Lindenhof und in Boll. Von den 723 Kindern, die einen Kindergarten in der Stadt besuchen und zwischen einem und sechs Jahre alt sind, wären rund 25 Prozent unter drei Jahre alt, so Acker. Die Krippe in der Teckstraße sei die erste, die unter der Trägerschaft der katholischen Kirche stehe. Er stellte fest, dass die Betreuung von Kindern in einer Krippe längst keine Notlösung mehr sei, sondern dem Wohl des Kindes diene. Die Kleinen würden so schon früh Sozialverhalten erlernen. Das Team um Elisabeth Nolle hatte zusammen mit den Kindern ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, bei dem man förmlich spürte, wie sehr sich hier alle über die Eröffnung freuen. Die Bauphase sei eine spannende Zeit für die Kinder gewesen, erzählte Nolle. "Als die Bagger anrückten, war kein Fensterplatz mehr frei."