Ute Lauble will im nächsten Jahr die 1000-Kilometer-Marke erreichen. Foto: Lauble

Das Stadtradeln ging kürzlich zu Ende. Für die Stadt Oberndorf waren in diesem Jahr elf Teams beim Stadtradeln am Start. Insgesamt wurden mehr als 29 000 Kilometer gefahren und vier Tonnen CO2 eingespart.

Oberndorf -Geradelt wurde diesmal drei Monate früher als in den vergangenen Jahren. "Eigentlich ein guter Zeitpunkt", findet Ute Lauble aus Beffendorf. Aufgrund der Helligkeit habe man die Zeit vom frühen Morgen bis zum späten Abend zum Radfahren nutzen können. Pech hatte man hingegen mit dem Wetter. Es war während der drei Wochen, in denen das Stadtradeln stattfand, oft empfindlich kalt und regnerisch. Die Grundidee der Aktion ist, das Auto zugunsten des Fahrrads häufiger stehen zu lassen und so seinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Ute Lauble ist bereits das dritte Jahr beim Stadtradeln dabei. Gemeinsam mit ihren Kollegen vom "Offenen Team Oberndorf" wurden 3607 Kilometer gefahren. Das entspricht einer CO2-Ersparnis von 530 Kilogramm. Doch nicht nur während der Zeit des Stadtradelns sei das Fahrrad der ständige Begleiter, so Lauble, böten sich doch diverse Vorteile dadurch. Der Stress bei der leidigen Parkplatzsuche bleibe erspart.

Doch das Radfahren bringe auch Schwierigkeiten mit sich. "Leider sind wir Radfahrer nicht überall gut angesehen", so Lauble. " Fährt man, wenn kein Radweg vorhanden ist, auf einer Hauptverkehrsstraße, ist man seines Lebens nicht sicher, da ein immenser Verkehr herrscht. So manches Hupkonzert muss man sich gefallen lassen. Auf Nebenstraßen, wo man eigentlich nicht viel Autos vermutet, mussten wir uns sogar beschimpfen lassen, weil keine Überholmöglichkeit vorhanden war und der Autofahrer hinter uns bleiben musste", erzählt sie.

Auch auf den Radwegen sei es nicht immer eine Freude, unterwegs zu sein. Teilweise seien diese in verheerendem Zustand: notdürftig mit Schotter geflickt, mit groben Teerpflastern oder riesengroßen Schlaglöchern. Trotz allem sei das Radfahren eine Freude. "Man hat Bewegung, ist an der frischen Luft, kann abschalten und den Kopf frei bekommen", schwärmt Ute Lauble.

Auch im nächsten Jahr ist wieder Stadtradeln angesagt. Lauble will erneut teilnehmen. "Wer weiß, vielleicht bekomme ich die 1000 Kilometer voll. In diesem Jahr waren es schonmal 900 in diesen drei Wochen."

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