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Oberndorf a. N. Der Romantik Tribut gezollt

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Adam Ambarzumjan, Melis Ertürk und Sandra Bildmann bekommen zum Dank ein Teesträußchen. Foto: Weber Foto: Schwarzwälder Bote

Oberndorf. Edith Bertsche, Leiterin des Seniorenzentrums Haus Raphael in Oberndorf konnte sich freuen: Live Music Now war angesagt. Gerhard Pick von der Yehudi-Menuhin-Stiftung stellte die Solisten vor: Sandra Bildmann (Sopran), Melis Ertürk (Klavier) und Adam Ambarzumjan (Klarinette). Alle drei sind noch Studenten der Musik und haben ein Programm mit Höhepunkten der klassischen Musik zusammengestellt.

Die drei Solisten stellten sich mit einer Arie aus der Oper "La clemenza di Tito" (Die Milde des Titus) von Wolfgang Amadeus Mozart vor. Sandra Bildmann sang ihren Part mit sehr angenehmer Stimme, die zwar den Raum füllte, doch nie überzogen wirkte. Melis Ertürk und Adam Ambarzumjan gestalteten diese herrliche Musik hervorragend, passten die Klarinette der Sängerin an, und auch die Klavierbegleitung überdeckte niemals die Mitspieler.

Von Frédéric Chopin folgte das Nocturne cis-Moll. In diesem Nachtstück mit seinem schwermütigen Beginn war dann die Melodie, mit viel Können gespielt, schwebend leicht. Die musikalischen Gedanken und Themen ließen sich gut heraushören. Adam Ambarzumjan brachte brillante Läufe in seinem Spiel.

Mit Conradin Kreutzers "Das Mühlrad" setzte das Trio das Programm fort. Nach einer herrlichen Einleitung konnte die Sopranistin in all den Motiven der Romantik – dem Wanderer, der Sehnsucht und der herrlichen Natur – schwelgen. Sie brachte den Text in großer Klarheit, so dass die Zuhörer den Gedanken an das zerbrochene Ringlein gut folgen konnten.

Mit dem Kunstlied "An die Nachtigall" von Johannes Brahms, in der Besetzung Sopran und Klavier, wurde sehr schöner Liedgesang, die Meisterklasse des Singens, geboten.

Eines der berühmtesten Stücke für Klarinette stellte Adam Ambarzumjan vor: das Adagio aus dem Klarinettenkonzert A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Es war ein Hörgenuss, diese Klarinette, sehr dezent von Melis Ertürk begleitet, zu hören. Aus hoher Lage springt der Solist dank erstaunlicher Technik nahtlos rund zwei Oktaven nach unten. Große Melodiebögen, die ausgefeilte Atemtechnik erforderten, machten das Zuhören zum Vergnügen. Vielleicht war auch die Tonart, das glänzende A-Dur nicht ganz schuldlos an der Wirkung.

Die "Romanze p. 94, Nr. 1" von Robert Schumann, eigentlich für Oboe geschrieben, folgte. Im gekonnten Zusammenspiel von Klavier und Klarinette ließen manche Stellen große Fröhlichkeit durchschimmern, doch die Melancholie wohnte auch hier immer gleich nebenan.

In einem Konzert, das der Romantik Tribut zollt, darf Franz Schubert nicht fehlen. Hier hatten die drei Musiker "Der Hirt auf dem Felsen" ausgewählt. Sandra Bildmann erklärte den Aufbau dieses Liedes in drei Teilen mit dem Wechsel der Tonarten – für die Sängerin sicher kein leichter Part, denn Schubert hat für einen Sopran oft recht tiefe Stellen vorgesehen. Im zweiten Teil ist der Weltschmerz in Musik gesetzt. Nach einer fast frechen Überleitung zu Teil drei machen sich optimistische Töne breit und vermitteln durch muntere Staccato-Passagen: "Der Frühling wird kommen". Hier hörte das Publikum wunderschönes, ehrliches Musizieren.

Nach diesem Paradestück der Musik bedankte sich die Sopranistin beim Publikum für den großen Applaus. Sie habe als Gegengabe noch eine Zugabe im Gepäck. "Die Forelle" von Franz Schubert. Schöner hätte das Konzert nicht zu Ende gehen können.

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