Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Oberndorf a. N. Den kleinen Fledertieren auf der Spur

Von
Einen ersten Eindruck über die Fledermaus und ihre Gewohnheiten gibt es in der Ausstellung in der Volkshochschule. Foto: Schwarzwälder Bote

Klack-klack-klack, das Rattern wird immer schneller und lauter. Ganz nah sind sie jetzt, die Fledermäuse. Nur mit speziellen Detektoren kann man die Tiere hören. Ihre Rufe liegen mit 20 bis 140 Kiloherz in einer zu hohen Frequenz.

Oberndorf. Das Staunen war groß, als eine Gruppe Erwachsene und Kinder auf der Neckarbrücke stand und die Fledermäuse nicht nur hören konnte, sondern auch über dem Wasser fliegen sah. Veranstaltet wurde diese Fledermaus-Exkursion von der NABU-Ortsgruppe. Die "Batnight" zog Groß und Klein zunächst in den Schwedenbau. Dort wurde eine Ausstellung rund um die Fledermaus in den Räumen der Volkshochschule eröffnet. Diese zeigte an verschiedenen Infotafeln das Leben der Fledermäuse.

Stefan Walther von der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz war gekommen, um sein Wissen über die Tiere zu teilen. In einem Raum hatte die Gruppe Nabu-Kids Beffendorf ein Kasperletheater über eine Fledermaus namens Lili aufgeführt.

Anschließend strömten die vielen Besucher in den Vortragssaal, wo Biologin Daniela Schmieder mit einer bildreichen Präsentation wartete. Sie erklärte, dass es Fledertiere bereits vor 50 bis 60 Millionen Jahren gab. Weltweit kommen 1350 Arten vor, darunter auch Flughunde und Vampirfledermäuse, die allerdings nur in Südamerika existierten. Diese saugten aber kein Blut, sondern lecken es, erklärte Schmieder. Allerdings hätten Fledermäuse dadurch einen schlechten Ruf erhalten.

25 Fledermausarten lebten in Deutschland, 23 davon in Baden-Württemberg. Die Zwergfledermaus sei die am häufigsten vorkommende bei uns, aber auch Mops- und Wasserfledermäuse finde man oft.

Schmieder erklärte auch den Körperbau des Säugetiers. Fledermäuse haben menschenähnliche Fingerknochen, zwischen denen sich ihre Flughaut spannt. Sie jagen mit Hilfe der Echoortung und orientieren sich am Schall, der reflektiert wird. Schmieder zeigte Bilder vom Jahreskreis der Fledermäuse. Gerade sei Paarungszeit. Nach der Winterzeit bringe das Weibchen meist nur ein Junges zur Welt. Dabei ziehe man sich zur Geburt in die sogenannten Wochenstuben zurück. Fledermäuse überwintern laut Schmieder gerne in Baumhöhlen, aber auch zwischen Holzstapeln oder auf dem Dachboden.

Die Tiere seien bedroht, das Insektensterben gefährde auch sie, klärte die Biologin auf. Ohne tropische Fledermäuse würde es keine Mangos, Bananen oder Cashewnüsse geben. Man brauche sie, um den Samen zu verbreiten. Jeder könne etwas zur Erhaltung des Lebensraumes der Fledermäuse beitragen, etwa nachtblühende Blumen pflanzen und künstliches Licht im Garten reduzieren.

Nach dem Vortrag wurden zwei Gruppen gebildet. Mit Stefan Walther und Daniela Schmieder ging es dann auf Exkursion. Über die Detektoren konnte man die Tiere schon auf dem Weg zum Neckar hören, jedoch noch nicht sehen.

Als die Gruppe dann auf der Neckarbrücke stand, wurden die Fledermausrufe immer lauter. Dutzende Wasserfledermäuse auf der Jagd nach Insekten faszinierten Groß und Klein. "Das hat sich richtig gelohnt", meinte eine Besucherin – ein unvergessliches Schauspiel.

Die Ausstellung über Fledermäuse ist noch zwei Wochen lang in der Volkshochschule zu besichtigen.

Fotostrecke
Artikel bewerten
1
loading

Ihre Redaktion vor Ort Oberndorf

Marcella Danner

Fax: 07423 78-373

Flirts & Singles

 
 

Angebot der Woche

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.