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Oberndorf a. N. "Dem Rat Lügen aufgetischt"

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Der Fachmann hat mit dem Handy Bilder gemacht. Laut seiner Aussage ist der Dachstuhl in einem einwandfreien Zustand. Foto: Schwarzwälder Bote

Oberndorf. Als völlig marode und im Innern verschimmelt hatte Bürgermeister Hermann Acker den Zustand der sogenannten Villa Härdtner neben dem Wasserwerk in der Wasserfallstraße bezeichnet. Er möchte es deshalb abreißen lassen. Im Haushalt sind für den Abbruch 55 000 Euro eingestellt – der Posten ist derzeit allerdings noch mit einem Sperrvermerk versehen. Auf die Bitte aus dem Gemeinderat nach einer Begehung hieß es vor ein paar Wochen von der Verwaltungsspitze, man müsse erst einmal prüfen, ob dies unter gesundheitlichen Gesichtspunkten überhaupt möglich sei.

Ein Fachmann hat sich kürzlich Zugang zu dem ehemaligen evangelischen Lehrerwohngebäude verschafft und sich jetzt an unsere Zeitung gewandt. Er ist geradezu entsetzt, über die "Lügen", die dem Gemeinderat da aufgetischt würden. Der gelernte Zimmermeister und Techniker für Baudenkmalpflege und Altbausanierung fand jedenfalls keine Anhaltspunkte, die einen Anriss rechtfertigten.

Schon von außen könne man mit geschulten Auge ablesen, dass die Bausubstanz völlig in Ordnung sei. Es gebe keine Setzrisse, abgesehen vom Bereich der später angebauten Balkons. Die Schindelfassade sei zudem ein guter Fassadenschutz.

Im Innern konnte der Fachmann keine großflächigen Schimmelbefall entdecken, betont er. Es gebe zwar vereinzelte Flecken, sie befänden sich jedoch nicht in den Außenecken und rührten vermutlich daher, dass das Gebäude nicht bewohnt, nicht beheizt und nicht belüftet sei.

Der Dachstuhl sei komplett intakt, die Balken könnte bei einer Nutzung freigelegt und so in eine hochwertige Dachwohnung integriert werden, ist er überzeugt. Auch die Übung der Kernstadtwehr am Gebäude im Oktober vergangenen Jahres, bei der natürlich Wasser geflossen ist, habe den Zustand des Hauses nicht beeinträchtigt.

Für den Fachmann besteht derzeit keine Not, ein Gebäude abzureißen, das eine solide Bausubstanz vorweise. Eine zeitnahe Erweiterung des Wasserwerks sei seines Wissens nach nicht geplant. "Weshalb also die Eile?" Ihm sei sehr wohl bewusst, dass das Gebäude keine 1A-Lage habe. Vielleicht fände sich aber ja doch ein Investor.

Zudem bemängelt er, dass die Stadt hier grundlos kommunales Vermögen vernichte. Besitz verpflichte – nämlich zumindest dazu, ihn mit den einfachsten Mitteln zu erhalten und ihn nicht herunterkommen zu lassen.

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