Am 14. März starten vorbereitende Maßnahmen / Keppler-Stiftung investiert mit Zuschüssen 8,5 Millionen Euro
Von Tobias Lupfer Oberndorf. Allzu beschaulich geht es hinter den Kulissen des Altenzentrums Oberndorf derzeit nicht mehr zu: Die heiße Phase des Um- und Neubaus, der 2013 abgeschlossen sein soll, steht vor der Tür. Am 14. März starten die vorbereitenden Maßnahmen.Zu diesen zählt unter anderem das Einrichten der Wasser- und Stromversorgung für die sogenannten Wohnbungalows, in denen die Bewohner aus dem Altbau-Teil, der abgerissen werden soll, vorübergehend unterkommen sollen. Das Innenleben der hochmodernen Container lässt es weder an Behaglichkeit noch an Komfort fehlen – doch fangen, wenn es um die Frage der Möblierung geht, mit ihnen die Probleme schon an: "Die große Schrankwand, die die Bewohner vielleicht in ihrem jetzigen Zimmer haben, passt in das Bungalow-Zimmer halt nicht rein – zumindest nicht, wenn das Bett auch noch rein soll", erklärt Altenzentrumsleiter Steffen Woop. Darum werden diverse Möbelstücke in der Bauphase eingelagert, um sie später im Neubau wieder einräumen zu können. Das allerdings ist nur eine von unzähligen Detailfragen, mit denen Woop und sein Team jonglieren müssen. Denn schließlich wird der reguläre Betrieb während der Baumaßnahmen weiterlaufen – und das mit möglichst geringen Einschränkungen.
"Erwartungsvolle Spannung" herrsche darum im Moment vor, sagt Woop. Gespannt ist er auch darauf, wie das "neue" Altenzentrum aussehen wird, wenn die Planzeichnungen Realität geworden sind. "Es sind viele Kleinigkeiten, die sich ändern werden." Etwa in der Ausstattung der Bäder, in der Gestaltung des Aufenthaltsbereichs oder auch auf technischer Seite mit dem Einbau eines zweiten Aufzugs. Wie berichtet, wird ein Teil der jetzigen Einrichtung durch einen Neubau ersetzt, der Rest saniert.
An der Kapazität wird sich nach Abschluss des Projekts nichts ändern, wohl aber während der Bauphase. Im ersten Abschnitt stehen statt den derzeitigen 81 nur noch 73 Plätze zur Verfügung, in der zweiten Bauphase dann immerhin 77 Plätze. Um zu vermeiden, dass Bewohner in andere Einrichtungen der Keppler-Stiftung ausweichen müssen, habe man bewusst seit einiger Zeit frei werdende Plätze nicht neu belegt. So könne man auch den Personalbestand fast vollständig halten, was für den reibungslosen Betrieb wichtig sei, sagt Woop.
So eng der Zeitplan für die vorbereitenden Maßnahmen gesteckt ist, schließlich rollen am 26. April die Bagger an, so lange wird die Baustelle dann zum Stadtbild gehören: Erst im zweiten Quartal 2013 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Das Investitionsvolumen betrage rund 8,5 Millionen Euro, erklärt Woop, der sicher ist: "Wenn alles fertig ist, haben wir ein modernes und zukunftsfähiges Pflegeheim."