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Oberndorf a. N. Barrierefrei zur Testamentseröffnung

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Bezirksnotarin Fiona Dold und Amtsgerichtdirektor Wolfgang Heuer testen den neuen Aufzug, der am historischen Gebäude 38 in der Mauserstraße angebaut wurde. Foto: Danner Foto: Schwarzwälder Bote

Seit der Notariatsreform 2018 sind im Gebäude 38 in der Mauserstraße das Nachlass- und das Betreuungsgericht untergebracht – als Nebenstelle des benachbarten Amtsgerichts. Inzwischen sind alle Umbauarbeiten abgeschlossen – inklusive eines neuen Aufzug, der Barrierefreiheit garantiert.

Oberndorf. Durch die Umwidmung des Gebäudes greift eine Regelung, die vorschreibt, dass öffentliche Einrichtungen barrierefrei zu erreichen sein müssen, erläutert Amtsgerichtsdirektor Wolfgang Heuer. So entstand – im Absprache mit dem Denkmalamt – eine Aufzugsanlage, die mit Rollstuhl befahren werden kann.

Bisher war es möglich, Menschen mit Behinderung ein paar Häuser weiter ins bereits barrierefrei gestaltete Amtsgericht zu bitten, um sich dort ihrer Anliegen anzunehmen. Bezirksnotar Ulrich Rühle berichtet auch, dass man durchaus schon mal zu den Klienten ans Auto gekommen ist, wo es nötig war. Dies ist jedoch nicht mehr möglich, stellt es doch laut gesetzlicher Bestimmungen bereits eine Diskriminierung dar.

"Im Türsturz verrät die Jahreszahl 1902 das Alter des Gebäudes, und an der Hauswand erinnert die Inschrift einer reich verzierten Tafel an die königliche Straßenbauinspektion", hat Erwin Eberhart im Oberndorfer Bilderbogen zu seiner Zeichnung geschrieben. 1938, so ist weiter zu lesen, sind die Straßenbauer ausgezogen. Später wurde das Notariat dort untergebracht.

Das Nachlass- und Betreuungsgericht beherbergt heute vier Bezirksnotare, sieben weitere Mitarbeiter sowie jede Menge Akten im dafür ertüchtigten Keller (für Belüftung und Trockenheit ist gesorgt) und im Obergeschoss.

Letzter Mosaikstein der Umbaumaßnahme ist – neben der Aufzugsanlage – ein großes Besprechungszimmer im Erdgeschoss. Dort können auch Testamentseröffnungen stattfinden. Wer in diesem Raum eine Unterschrift leistet, sollte übrigens doppelt darauf achten, dass alles seine Richtigkeit hat. Ein Blick aus dem Fenster weist zur nebenan gelegenen Justizvollzugsanstalt. Nicht, dass man dann da landet, sagt Ulrich Rühle lachend. Die Mitarbeiter sind froh, dass die Umbauphase nun vorbei ist. "Das war eine steinige Zeit", betont Wolfgang Heuer. Denn schließlich musste alles unter laufendem Betrieb gemacht werden –­ mit entsprechendem Baulärm verbunden.

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