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Oberndorf a. N. Anwohner machen sich Luft

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Vor-Ort-Termin mit einigen CDU-Kandidaten unter der alten Linde. Foto: CDU Foto: Schwarzwälder Bote

Oberndorf. Große existenzielle Sorgen waren den Anwohnern der Straße "Auf dem Stein" sichtlich anzumerken. Diese teilten sie den CDU-Kandidaten bei einem Vor-Ort-Termin mit, heißt es in einer Mitteilung.

Sie seien immer noch verärgert über die städtische Vorgehensweise. Zu vieles sei schief gelaufen. Vor allem die Kommunikation mit den betroffenen Bürgern habe vollkommen gefehlt.

Alte Linde gerettet

Nur zufällig sei überhaupt erst publik geworden, dass der Baum fallen und die Straßenbauarbeiten bereits in der darauffolgenden Woche beginnen sollten. Dank der Intervention von Horst Mokosch zusammen mit den Anwohnern seiner Straße konnte die Fällung der alten Linde (eingestuft als Naturdenkmal) verhindert werden. Der umgeplante Gehweg führt nun an der Linde vorbei, heißt es weiter.

Die Straßensanierung sei schon lange geplant gewesen. Die Anwohner fragten sich, warum sie nicht mit einbezogen wurden. Warum sei nicht zuvor geklärt worden, ob Erschließungsgebühren anfallen.

Die Anlieger zeigten sich verärgert darüber, dass es zuerst geheißen habe, es würden keine Kosten auf sie zukommen. Unmut herrschte auch über die Aussage des Bürgermeisters, wenn sich bei der Prüfung ergebe, dass Erschließungsbeiträge bezahlt werden müssten, sei dies eben so. Warum habe man keinen Informationszettel eingeworfen, wenn das Wasser abgestellt wird? Manche Anwohner seien buchstäblich auf dem Trockenen gesessen, da bei den Maßnahmen Leitungen beschädigt worden seien. Erst nach einem Anruf, hätte man eine Notwasserleitung verlegt. Die Anlieger fragen sich auch, warum man "angeblich" keine Unterlagen mehr im Archiv habe, und deshalb die Beweislast bei den Anwohnern liege. Der rüde, unschöne Umgangston von einem Tiefbauamtsmitarbeiter missfiel den Bürgern. Damit sei nicht Thomas Jäger gemeint, dieser wurde ausdrücklich lobend erwähnt, schreibt die CDU weiter.

Große Bedenken habe man, da sich der Gehweg auf der falschen Seite befände, dies könne zu gefährlichen Situationen führen. Die Kinder liefen täglich von der Grundschule auf dem neuen Lindenhof unter der Straße hindurch zum alten Lindenhof. Durch den Fußgängertunnel gelangen sie direkt zur Straße "Auf dem Stein". Bisher seien die Kinder auf der linken Straßenseite geblieben und an den Seitenstreifen entlang relativ sicher gelaufen. Nun befände sich ein Gehweg auf der rechten Straßenseite, also müssten die Schüler die Straße zukünftig überqueren. Da diese Querung aber direkt in einer unübersichtlichen Kurve sei, könnten sich gefährliche Situationen für Kinder und andere Fußgänger ergeben.

Auch hätte man nach Meinung der Anlieger die Beleuchtung auf der linken Seite belassen können, somit vielleicht Kosten gespart und die alte Linde wäre nicht im Weg gewesen. Lediglich der Anschluss an den bestehenden Gehweg im Bereich Lehenhofweg könnte als ein Argument angeführt werden. Was aber wiege mehr?

Gutachter Norbert Kranz vom Büro Heyder und Partner habe den Bewohnern geraten, alte Fotos aus den Jahren bis 1961 zu suchen, auf denen die Straße und deren Ausbau zu erkennen sei. Dann hätten sie gute Chancen, keine Erschließungsgebühren zahlen zu müssen. Nun seien von den Bewohnern solche Fotos gefunden worden, die bewiesen, dass die Straße voll ausgebaut war – sogar mit Randsteinen und Wasserkantel.

Um solche unschönen Situationen zukünftig zu vermeiden, müsse man vor einer endgültigen Entscheidung mit den Bürgern sprechen. Es sei niemandem bekannt gewesen, dass es einen Kernstadt-Beirat gebe und man sich an dessen Vertreter wenden könne.

Ärger schweißt zusammen

Etwas Gutes abgewinnen konnten die Bewohner dem Ganzen doch abgewinnen: Durch die gemeinsame Aktion seien freundschaftliche Verbindungen entstanden, 20 Bürger trafen sich beispielsweise im Wohnzimmer von Horst Mokosch zur Fotosuche. Sollte das Anliegen der Anwohner einen positiven Ausgang nehmen und keine Anliegergebühren bezahlt werden müssen, haben sich die Anwohner versprochen, jedes Jahr ein gemeinsames Straßenfest unter der alten Linde zu veranstalten.

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