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Oberndorf a. N. Adventsmusik bei Kerzenschein

Von
Pfarrerin Sauer setzt geistliche Impulse. Foto: Schwarzwälder Bote

Oberndorf. Die Orgelfreunde Oberndorf hatten zu einer Adventsmusik bei Kerzenschein in die evangelische Stadtkirche eingeladen, und Dominika Richter (Cello) und Kantor Michael Link (Orgel) stellten sich in den Dienst der guten Sache. Mit der "Ciacona" eröffnete "Hausorganist" Michael Link an der Orgel das Konzert.

Pfarrerin Kathrin Sauer begrüßte eine recht große Zahl an Besuchern in der mit vielen Kerzen erleuchteten Kirche. Dieses Konzert solle auf die Adventszeit einstimmen. Die Musik und die Lesungen waren auf dieses Ziel ausgerichtet.

In der Improvisation "Nun komm der Heiden Heiland" stellte sich Dominika Richter vor. Schon bei diesem ersten gemeinsamen Musizieren zeigt sich eine schöne Harmonie der beiden Instrumente.

"Nun komm der Heiden Heiland" in der Fassung von Johann Sebastian Bach erklang nun auf der Orgel. Beim Lied "Wie soll ich dich empfangen" lud Pfarrerin Sauer alle Besucher zum Mitsingen ein.

Dominika Richter und Michael Link hatten als nächstes Stück das "Vivace" aus der Sonate in g von Johann Sebastian Bach gewählt. Dieses Stück, frisch, fröhlich und doch festlich, war eine Herausforderung für beide.

Cello und Orgel erwiesen sich als ideale Ergänzung; immer wieder umspann die Orgel mit feiner Registrierung das Cellospiel in diesem so melodischen Stück.

In der ersten Lesung von Pfarrerin Kathrin Sauer stand die Ankunft Jesu als Menschenkind im Stall von Bethlehem im Mittelpunkt: "Wird Christus tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in dir, du bleibst noch ewiglich verloren."

Mit Improvisationen über "Tröstet, tröstet, spricht der Herr" und "O Heiland reiß die Himmel auf" setzen Dominika Richter und Michael Link die Adventsmusik fort. In letzterem Stück mit wunderbarem Cello scheint die Orgel in hohen, silberhell klingenden Registern wahrlich dem Himmel entgegen zu schweben und ihn mit mächtigen Zungenpfeifen-Registern aufzureißen.

Wieder gemeinsam gesungen wurde "Es kommt ein Schiff geladen bis an sein’ höchsten Bord", eines der ältesten deutschsprachigen kirchlichen Lieder überhaupt.

Mit dem Gedicht "Markt und Straßen stehn verlassen" von Joseph von Eichendorff führte Pfarrerin Kathrin Sauer in vier Strophen von der heimeligen Geborgenheit bis zu den funkelnden Sternen im unermesslichen Weltall.

Eine große Hommage an die moderne Musik machten Dominika Richter und Michael Link mit "Cant Dell Ocells", dem Gesang der Vögel des weltbekannten Cellisten Pablo Casals. Er hätte sich bestimmt über diese Wiedergabe gefreut. Die Improvisation über "Komm o komm, du Morgenstern" ließ über großen Orgelpunkten dem Cello viel Klangraum, sich zu entfalten.

Eine Quintessenz dessen, was Advent bedeutet, ist im Psalm 24 ausgedrückt, in dem es heißt: "Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe" und den Pfarrerin Sauer als geistlichen Dreh- und Angelpunkt ausgesucht hatte. Dazu passend sang die Gemeinde "Macht hoch die Tür".

"Die Nacht ist vorgedrungen" war Thema einer Improvisation von Orgel und Cello, die in wunderbarer Harmonie diese getragene, klangvolle Musik hören ließen. Das Riesenwerk Passacaglia c-Moll von Johann Sebastian Bach setzte Michael Link an das Ende dieser Adventsmusik bei Kerzenschein.

Adventlich getragen, passend zur Zeit der Hoffnung, aber machtvoll musizierte er dieses Werk, in dem über einem immer wiederkehrenden Bassthema die verschiedenen Variationen ausgebreitet werden. Ein wahrhaft grandioses Werk, meisterlich gespielt.

Langanhaltende Stille, um das Gehörte nachklingen zu lassen, machte einem Riesenapplaus Platz.

Danach bekamen die Zuhörer noch eine "ganz kleine" Zugabe: Die Vögel von Pablo Casals durften noch einmal ihren Gesang anstimmen.

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