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Oberndorf a. N. 76 Kinder warten auf Kita-Platz

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In Oberndorf werden schnell neue Kindergartenplätze benötigt. Foto: pixabay

Oberndorf - Die Stadt Oberndorf hat zu wenig Kindergartenplätze. Mit dem Bau einer neuen Kindertagesstätte durch den eingetragenen Verein WABE auf dem Lindenhof wird das Problem zwar gelöst, doch zuvor werden Übergangslösungen benötigt.

Das war auch das Thema der jüngsten Gemeinderatssitzung in der Klosterkirche. Hans-Joachim Ahner, Leiter des Amts für Kultur, Bildung und Sport, hat zuvor den Bedarf an Kindergartenplätzen für 2020/21 erläutert. Einschließlich Tagespflege gibt es derzeit 645 Plätze. Die Kindertagesstätten seien mit 527 Kindern komplett belegt. Ahner rechnet damit, dass rund 730 Plätze für 603 Kinder benötigt werden. Insgesamt hätten sogar 775 Kinder vom ersten Lebensjahr an bis zum Schuleintritt den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Er geht aber davon aus, dass die tatsächliche Nachfrage niedriger ist.

Bedarf zu 70 Prozent gedeckt

Zu Beginn des neuen Kindergartenjahrs werden 573 Kinder über drei Jahre alt sein. Aufnahmemöglichkeiten bestünden für 397 (69 Prozent). 2019/20 konnte der Bedarf noch zu 100 Prozent abgedeckt werden.

Für 202 Kinder unter drei Jahren werden 364 Plätze benötigt. 76 von ihnen könnten untergebracht werden (38 Prozent). Der Warteliste zufolge fehlen 114 Plätze für 76 Kinder.

Mit dem neuen Kindergarten, den die WABE baut, kommen 109 Plätze dazu. Bis zur Inbetriebnahme der neuen Einrichtung schlug die Verwaltung vor, zwei provisorische Gruppen im katholischen Gemeindezentrum Lindenhof einzurichten. Somit könnten hier 44 Plätze geschaffen werden.

Trägerschaft offen

Die baurechtliche Genehmigung liege bereits vor, ebenso die Zustimmung der katholischen Kirchengemeinde, der das Gebäude gehört. Ein Vertrag muss nach Auskunft von Bürgermeister Hermann Acker mit der Kirche noch abgeschlossen werden. Offen ist bislang auch die Trägerschaft.

Weitere 22 Plätze entstehen durch einen Modulbau für Boll und Bochingen. Das hat der Gemeinderat bereits am 31. März beschlossen, ebenso die Planung für die Erweiterung des städtischen Kindergartens in Bochingen.

Hans-Joachim Ahner wies außerdem auf die zweijährige Übergangsregelung der Landesregierung hin, die es ermögliche, die Gruppengröße jeweils um zwei Plätze zu erweitern. Das ergäbe dann weitere 25 Plätze.

Die Fraktionen konnten die Vorschläge mittragen. Thorsten Ade (CDU) fragte aber nach, wie schnell die Provisorien umgesetzt werden. Acker zufolge ginge das im Gemeindezentrum Lindenhof recht schnell. Für Boll/Bochingen müsse der Standort des Modulbaus noch geklärt werden. "Das stimmen wir mit den Ortsvorstehern ab", erklärte Acker. Allerdings müsse der Bauantrag noch gestellt werden.

Zur Frage, ob genug Erzieherinnen gefunden werden, konnte Acker nur sagen, dass die Stellen ausgeschrieben werden. Dieter Rinker zeigte sich zufrieden. Die FWV stimme den Vorlagen zu: "Das haben wir im Wesentlichen beantragt."

Bei einer Enthaltung stimmte der Gemeinderat den Kosten für die Übergangslösungen zu. Der Umbau des katholischen Gemeindezentrums kommt auf rund 200.000 Euro.

Den im Haushalt 2020 verfügten Sperrvermerk hob das Gremium in der Sitzung auf. Für den Modulbau werden außerplanmäßig 200.000 Euro bereitgestellt.

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