Ein spektakulärer Unfall hat sich am Freitagmorgen in Boll ereignet. Foto: sb

Lkw-Fahrer will Straßensperrung bei Boll umfahren, bleibt in Wald stecken und vergisst, Handbremse anzuziehen.

Oberndorf-Boll - Ein außergewöhnlicher Unfall hat sich am Freitagmorgen in einem Waldstück bei Oberndorf-Boll ereignet. Dabei wurde ein Funkmast derart beschädigt, dass er umstürzte.

Gegen 6.20 Uhr wollte ein von der Autobahn kommender Lkw-Fahrer die Landesstraße von Boll in Richtung Oberndorf befahren. Offenbar hatte er kurz nach seiner Abfahrt von der Autobahn die Schilder übersehen, die auf die wegen Baumfällarbeiten bestehende Vollsperrung der Strecke hinwiesen. Als er schließlich an der Sperrung ankam, wollte er sie umfahren und entschied sich, die Schlattstraße ortsauswärts zu befahren. Der von ihm benutzte Gemeindeverbindungsweg endete jedoch mitten in einem Waldstück. Dort ging es für den Fahrer offensichtlich nicht mehr weiter und er stieg aus, um mittels einer Taschenlampe einen geeigneten Wendeplatz für seinen mit Dachziegeln beladenen Lastwagen zu suchen.

Auf dem leicht abschüssigen Waldweg vergaß er jedoch die Bremse anzuziehen und musste mit ansehen, wie sich sein Lastwagen von selbst in Bewegung setzte und schließlich gegen den Pfeiler eines Funkmasts prallte. In der Folge stürzte der etwa 30 Meter hohe Mast um und landete teilweise auf dem Führerhaus des Lastwagens sowie auf dem Dach des Gerätehauses des Funkmasts. Auf dem Mast waren neben technischen Einrichtungen der Telekom auch solche für den Digitalfunk der Polizei montiert.

Der durch den Unfall entstandene Schaden kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden, dürfte sich aber im sechsstelligen Bereich bewegen.

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