In der heimischen MS Technologie-Arena holten die Nullachter bisher nur 13 Punkte. Foto: Mare Eich

Eine überraschende Statistik der Nullachter, Stuttgarter Kickers, die mit der Regionalliga planen können und ein ambitionierter Oberligist, der nach dem 20. Spieltag die Reißleine zog – das war die bisherige Saison.

Für Marcel Yahyaijan hat die Tabelle nun ein Bild, mit dem er auch vor der Runde 2022/23 rechnete. "Die Stuttgarter Kickers (1./51 Punkte, Anm. d. Red.) liegen vorne, werden das Ding durchziehen", geht der Trainer des FC 08 Villingen zudem davon aus, dass sich Regionalliga-Absteiger SG Sonnenhof Großaspach (2./44) mit Blick auf die wahrscheinliche Teilnahme an der Aufstiegsrelegation in der Winterpause noch einmal personell verstärkt. Dahinter folgen mit großem Abstand mit jeweils 35 Zählern der 1. CfR Pforzheim, der 1. Göppinger SV und Aufsteiger ATSV Mutschelbach, der aber wohl die Punkte vom 2:1-Sieg beim FSV Hollenbach noch abgezogen bekommt.

FC 08 Villingen

Nicht weit dahinter folgt nach dem überzeugenden 2:0-Derbysieg beim FC Holzhausen der FC 08 Villingen. "Wir sind wieder in der oberen Region angekommen, wenn wir zu Winterpause natürlich auch gerne noch ein paar Plätze weiter vorne gelegen wären", hofft Marcel Yahyaijan, dass seine Schützlinge nach zuletzt 13 Punkten in den vergangenen sechs Partien am 4. März 2023 nachlegen, wenn die abstiegsbedrohte Sport-Union Neckarsulm (16./19) in der MS Technologie-Arena die Visitenkarte abgibt.

Die Heimschwäche

Apropos Friedengrund. Nur 13 von 28 Punkten holten die Nullachter auf dem heimischen Rasen. "Diese Statistik ist auch mir aufgefallen. Dabei waren wir in der Vergangenheit doch recht heimstark", hat der 08-Trainer aber eine Vermutung, weshalb es vor dem Heimspiel am 29. Oktober (3:1 gegen Ravensburg) im eigenen Stadion nicht gut lief. "Vielleicht haben sich die Spieler zu viel Druck gemacht, die Erwartungshaltung war ja hoch." Im neuen Jahr soll die MS Technologie-Arena nun wieder zu einer Festung werden.

Der souveräne Spitzenreiter

Unterdessen gehen die Stuttgarter Kickers nach dem 3:0-Derbysieg vor 4120 Zuschauern gegen den FSV 08 Bietigheim-Bissingen mit sieben Punkten Vorsprung auf die SG Sonnenhof Großaspach in die Winterpause. "Das Spiel spiegelt unsere Entwicklung wider. Das war eine reife Leistung, wir haben nie den Kopf verloren", freute sich Kickers-Coach Mustafa Ünal. Wenn am 3. März die Restsaison beginnt, wird wohl feststehen, ob Ünal seinen Vertrag beim souveränen Spitzenreiter verlängert hat. FSV-Co-Trainer Mario Klotz meinte nach der 0:3-Niederlage der Bissinger: "Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg der Kickers. Dieser ist jedoch um zwei Tore zu hoch ausgefallen."

Ravensburg zieht Reißleine

Während Schlusslicht Freiburg (18./13) mit einem 3:2-Sieg gegen den FC Nöttingen (12./24) neue Hoffnung im Nichtabstiegskampf schöpfte, kassierte der Offenburger FV (17./19) eine bittere 1:2-Heimniederlage gegen den ATSV Mutschelbach. Dagegen verbesserte der 1. FC Rielasingen-Arlen (11./25) um den Ex-Nullachter Patrick Peters mit dem 2:1 gegen Ravensburg seine Ausgangssituation. Der Ravensburger Trainer Tobias Flitsch wurde nach der Niederlage an der Talwiese freigestellt. Die Suche nach einem Nachfolger hat begonnen.