Auf dem ehemaligen Kasernenareal wird das Wohngebiet "Oberer Brühl" entstehen. Foto: Eich

Die Stadtverwaltung Villingen-Schwenningen hat eine erste beispielhafte 3D-Animation des zukünftigen Wohngebietes Oberer Brühl angefertigt und dem Technischen Ausschuss präsentiert.

VS-Villingen - In der Sitzung am Dienstag ging es im Wesentlichen darum, dass das Gremium eine Empfehlung für den Gemeinderat ausspricht, dass die gefassten Gestaltungsrichtlinien als Grundlage für den Entwurf des Bebauungsplans dienen. Dadurch ist zukünftigen Investoren ein Stück weit vorgegeben, welche Kriterien sie in ihren Entwürfen berücksichtigen müssen oder aber, durch welche Faktoren sie gegenüber Mitbewerbern Pluspunkte sammeln könnten.

Oberbürgermeister Jürgen Roth betonte, dass es das erste Mal in der Geschichte der Stadt sei, dass sie derart Einfluss auf die Gestaltung eines Wohngebietes nehmen könne. "Ich finde die Herangehensweise überzeugend und sie lässt die gewünschte Vielfalt dennoch zu", sagte der OB als Reaktion auf zuvor geäußerte Kritik von AfD-Stadtrat Olaf Barth. Dieser hält von den Richtlinien nichts, sondern sieht diese als Einschränkung der Kreativität der Investoren.

Anders sieht das CDU-Stadtrat Dietmar Wildi: "Wir müssen Vorgaben machen, wie wir das Gebiet haben wollen." Und auch Edgar Schurr (SPD) kann sich das "sehr gut vorstellen", wie es werden könnte.

Kritik an der Darstellung gab es von Cornelia Kunkis (Grüne). Allerdings wurde sie im Laufe der Sitzung überzeugt, dass die städtische Animation nicht das zeige, was später Realität werde, sondern mit einfachen Mitteln lediglich zur Veranschaulichung erstellt wurde.