Der 39-Jährige Handirk von Ungern-Sternberg verzichtet auf eine Kandidatur bei der Freiburger OB-Wahl und wird nicht gegen Martin Horn antreten
Der Name der Familie von Ungern-Sternberg hat in der Freiburger Stadtpolitik einen guten Klang: Der ehemalige südbadische Regierungspräsident Sven von Ungern-Sternberg (CDU) war vor seiner Zeit als Vertreter der Landesregierung im Freiburger Rathaus als Baubürgermeister ein hoch angesehener Mann. Ältere Freiburger erinnern sich zudem daran, dass der heute 83-Jährige vor mehr als 40 Jahren beinahe den Sprung an die Rathausspitze geschafft hätte. Ungerns Ehefrau Birgit war vor rund zwei Jahrzehnten ebenfalls als CDU-Stadträtin in der Freiburger Kommunalpolitik aktiv.
Auch in der Freiburger CDU scheint man sich an diese politische Tradition gut zu erinnern. Zuletzt hatte die parteiinterne Findungskommission offenbar Handirk von Ungern-Sternberg (39) als potenziellen Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl 2026 ins Auge gefasst, einen Sohn von Sven und Birgit von ungern-Sternberg.
Ungern-Sternberg möchte Fokus nicht verschieben
Doch der hat nun abgesagt: Er wolle seine Zeit seinem Unternehmen IndiaWorks und seiner Familie widmen – auch wenn ihn der Gedanke gereizt habe, anzutreten, so der Unternehmer und Ökonom. Von Ungern-Sternberg betreibt eine Agentur für indische Fachkräfte in Südbaden und war zuvor in der Geschäftsführung der Freiburger Handwerkskammer tätig. „Ganz oder gar nicht – und diesmal nicht“, erklärte sich von Handirk Ungern-Sternberg am Samstag zu seiner Entscheidung gegen die OB-Kandidatur.
Die Freiburger CDU muss sich nun also weiterhin auf die Suche nach einem Herausforderer für Amtsinhaber Martin Horn (40, parteilos) machen. Die Wahl steht im Führjahr 2026 an.