Am Sonntag, 26. April, findet in Freiburg die Wahl des Oberbürgermeisters statt. Neun Kandidaten stehen auf dem Wahlzettel. Foto: Alexander Blessing

Für die Oberbürgermeisterwahl am 26. April bekommen die 175 000 Wahlberechtigten neben den klassischen Kandidatenvorstellungen auch Hilfe von drei Online-Tools

Bei der bevorstehenden Oberbürgermeisterwahl am 26. April haben die rund 175 000 wahlberechtigten Freiburger die Qual der Wahl. Neun Kandidaten kämpfen um den Posten an der Rathausspitze. Ähnlich wie bei Bundes- und Landtagswahlen gibt es auch für die bevorstehende Wahl in Freiburg digitale Helfer, die den Wählern ‚ geben sollen. Dabei können mit drei verschiedenen Tools die Meinungen der Kandidaten mit den eigenen verglichen werden. Sie sollen so bei der Wahlentscheidung helfen. Eine direkte Wahlempfehlung ist damit nicht verbunden.

 

Der Kandidat-O-Mat wurde von der Landeszentrale für politische Bildung entwickelt. Darin werden 25 Thesen abgefragt, anhand derer die eigene Meinung mit dem Programm und den Ideen der Kandidaten abgleichen werden können. Die Thesen thematisieren dabei Themen wie die Eishalle, die Verpackungssteuer, bezahlbaren Wohnraum oder den Bau des Stadttunnels.

Mobilitätsthemen werden in den Fokus gerückt

Zusätzlich werden die Kandidaten kurz porträtiert und man kann einsehen, wie sie ihre Entscheidung begründet haben. Am Kandidat-O-Mat haben Florian Braune, Martin Horn, Achim Wiehle, Monika Stein, Dejan Mihajlović, Claudio Probst, Martin Borgmann und Karl Schwarz teilgenommen.

Ein weiteres Tool, das helfen soll, die Kandidaten besser zu vergleichen, ist der Mobil-O-Mat vom ökologischen Verkehrsclub (VCD). Dort rücken Mobilitätsthemen in den Fokus. Unter anderem werden Parkgebühren, der Ausbau der Rheintalbahn oder eine City-Mut thematisiert. Mit Florian Braune, Martin Horn, Monika Stein, Dejan Mihajlović und Martin Borgmann haben fünf Kandidaten die Thesen beantwortet.

Ein Tool speziell für junge Freiburger hat die Wählervereinigung „Junges Freiburg“ entwickelt. Bei „Dein Freiburg Match“ werden 16 Thesen rund um das Nachtleben, das Verbot von Musikboxen oder die Schulhofgestaltung abgefragt. Am Ende der Befragung wird gezeigt, mit welchem Kandidaten man die größte Übereinstimmung hat, das so genannte Match. Das Ergebnis kann in den sozialen Medien geteilt werden. Bei diesem Tool haben sieben Kandidaten mitgemacht.

Zwei Vorstellungsrunden werden angeboten

Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich an zwei Veranstaltungen einen Überblick über die Kandidaten zu verschaffen. Am Montag, 13. April, findet im Bürgerhaus am Seepark ab 19 Uhr „Freiburg hat die Wahl“ statt. Zunächst werden alle Kandidaten vorgestellt. Danach folgt eine Diskussionsrunde mit fünf Teilnehmern, darunter Amtsinhaber Martin Horn, Monika Stein und Achim Wiehle, die allesamt von Teilen des Gemeinderats unterstützt werden. Die beiden weiteren Diskussionsteilnehmer werden vom Publikum bestimmt. Zur Veranstaltung, die bereits ausgebucht ist, wird es einen Livestream geben.

Am Mittwoch, 15. April, lädt die Stadt um 19.30 Uhr zur Vorstellung der Kandidaten ins Konzerthaus Freiburg ein (Einlass ab 19 Uhr). Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Zunächst stellen sich die Kandidaten persönlich vor, im Anschluss findet eine Fragerunde statt. Dafür können Besucher vorab auf Karten, die am Eingang bereitliegen, Fragen notieren – daraus werden dann per Los Fragen gezogen und den Kandidaten im Plenum gestellt. Die Veranstaltung moderiert Freiburgs Erster Bürgermeister Martin Haag (parteilos), der zugleich Wahlleiter ist. Auf www.freiburg.de wird es einen Livestream geben.