Jürgen Roth will im Oktober erneut als Oberbürgermeister kandidieren. Die Ratsfraktionen äußern sich differenziert dazu. Heute: die Grünen.
Wie fällt die Einschätzung der bisherigen Amtszeit von Jürgen Roth aus?
Gibt es hierzu jeweils ein einheitliches Stimmungsbild in den Fraktionen?
Und ist eine Unterstützung der erneuten Kandidatur aus heutiger Sicht vorstellbar – oder wird diese an bestimmte Voraussetzungen geknüpft? Diese Fragen haben die Fraktionen jetzt jeweils beantwortet.
Heute veröffentlichen wir hier die Stellungnahme der Grünen.
Lob und Tadel für Roth
Wie sieht die Fraktion der Grünen die erneute Kandidatur Jürgen Roths? Antworten liefern hier die beiden Vorsitzenden Ulrike Salat und Oskar Hahn.
Die Einschätzung der bisherigen Amtszeit beschränkt Ulrike Salat hier auf die „Kernthemen von uns Grünen“, wie sie sagt.
Mit Blick auf den Klimaschutz startet sie direkt mit einem Lob: „Toll ist, dass wir uns mit der SVS auf den Weg zur Grünen Null gemacht haben.“ Aber: Der ÖPNV werde reduziert, der Ausbau der erneuerbaren Energie lasse zu wünschen übrig.
„Fakt ist: Wir sind eines der Schlusslichter in Baden-Württemberg mit 13,3 Prozent regenerativer Energie, alle Umlandgemeinden und Städte sind hier besser, der BW-Schnitt liegt bei 34 Prozent,“ so die Vertreter der Grünen-Fraktion.
Das Radverkehrskonzept sei gut geplant, aber leider in der Umsetzung mangelhaft. Und was den Bereich Infrastruktur angehe, gebe es „weiterhin eine magere energetische Sanierungsquote von einem Prozent.“
„Nicht an Qualität sparen“
Die Schulen würden derzeit sukzessive modernisiert und renoviert, Ganztag werde ausgebaut, dies dürfe aber nicht rein quantitativ passieren. Trotz personeller und finanzieller Engpässe dürfe man nicht an Qualität sparen. Die Fraktion sei sich in den genannten Punkten sehr einig.
Ob eine Unterstützung der erneuten Kandidatur Roths aus heutiger Sicht vorstellbar ist? Hier antworten die Fraktionschefs: „Wir wissen ja noch gar nicht, wer noch alles kandidieren wird...“ Aber „ja, eine Unterstützung von Herr Roth ist unter der Bedingung möglich, dass kein Rotstift bei Klimaschutz und Bildung angesetzt wird – und er weiter daran arbeitet, in der Führung seiner Mitarbeitenden kooperativ zu agieren.“