Kai Jehle-Mungenast, hier mit seiner Frau Anna beim ersten Wahlgang, kandidiert nicht erneut. Foto: Otto

Er hat sich entschieden: Kai Jehle-Mungenast zieht seine Kandidatur für den zweiten Wahlgang in Rottweil zurück.

Rottweil - Das teilt der 38-Jährige am Mittwochabend mit. Er hatte beim ersten Wahlgang am Sonntag 16,1 Prozent der Stimmen erzielt und damit deutlich hinter den Spitzenreitern Christian Ruf und Simon Busch zurückgelegen.

Nur sagt er in einem Schreiben, das direkt an die Bürger gerichtet ist: "Bei der Oberbürgermeisterwahl bin ich mit vielen innovativen Ideen und neuen Konzepten für Rottweil angetreten. Mein Ziel, einen echten Aufbruch statt einem ›Weiter so!‹ für Rottweil zu erreichen, habe ich verfehlt und werde deshalb im erforderlichen zweiten Wahlgang nicht erneut kandidieren. Dennoch bin ich stolz auf mein Wahlergebnis, zeigt es doch, dass eine bedeutende Anzahl der Menschen in Rottweil sich einen solchen Aufbruch und einen Kandidaten von außerhalb für Ihre Stadt wünschen."

Dank an Unterstützer

Er habe Rottweil schätzen und lieben gelernt und blicke zurück auf viele interessante Begegnungen und eine große Offenherzigkeit, die ihm entgegengebracht worden sei. Dafür danke er ebenso wie für die vielen Unterstützer, die ihn Tag und Nacht begleitet hätten. "Über einen solchen persönlichen Rückhalt kann sich jeder Kandidat bei einer Wahl nur freuen. Einen Dank gilt auch meinen Mitbewerbern für den fairen Wahlkampf und dem Rathaus-Team für die arbeitsintensive Vorbereitung der Wahl."

Gratulation an die Spitzenreiter

Mit dem Dank an allen Bürger, die ihm ihr Vertrauen geschenkt haben, verbindet er auch den Aufruf: "Gehen Sie auch im zweiten Wahlgang zur Urne und sorgen Sie mit Ihrem Kreuz für frischen Wind in der ältesten Stadt Baden-Württembergs."

Christian Ruf und Simon Busch gratuliert er zum Ergebnis im ersten Wahlgang und wünscht beiden "einen fairen und engagierten Wahlkampf bis zur Stichwahl".