In den drei betroffenen Ortsteilen von VS, hier in Rietheim, wird gegen die geplante Schließung von Grundschulen protestiert. Foto: Eich

Auf Anfrage von Stadtrat Jürgen Schützinger (DLVH) nutzte Oberbürgermeister Jürgen Roth die Gelegenheit, sich im Gemeinderat zu den Grundschulplänen in den Ortschaften von Villingen-Schwenningen zu äußern.

Villingen-Schwenningen - Die möglichen Schließungen von Grundschulen in den Ortsteilen von Villingen-Schwenningen kochte im Februar in der Öffentlichkeit hoch. Bis heute vergeht kaum ein Tag, an dem nicht von einer Protestaktion zu lesen ist, oder Betroffene ihre Meinungen kundtun. In der Gemeinderatsitzung am Mittwochabend hatte Stadtrat Jürgen Schützinger unter "Anfragen aus dem Gremium" Oberbürgermeister sinngemäß und etwas provokant gefragt, weshalb er dieses Thema ausgerechnet zu Beginn des Jubiläumsjahres der Stadt Villingen-Schwenningen aufgemacht habe?

Der OB nutzte die Gelegenheit bereitwillig, um den Sachverhalt und auch das Vorgehen und den Zeitplan zu erläutern und auch zu rechtfertigen. "Das Thema Schulentwicklung köchelt doch schon seit 2007. Und der Zeitpunkt, um darüber zu sprechen, wird auch nicht besser, wenn ich es nach dem Jubiläumsjahr mache", sagte Roth. Er bekräftigte: "Ich sehe da nicht einmal einen Zusammenhang zwischen dem Stadtjubiläum und der Schulentwicklung in den Ortschaften."

Öffentliche Anhörung am 15. März

Die kontroverse Diskussion und zum Teil auch den Aufschrei innerhalb der Stadt begrüße er sogar. "Ich bin froh, dass das Thema auf den Tisch kommt." Sicherlich gebe es unterschiedliche Meinungen, aus seiner Sicht gibt es "aber auch kein Richtig und kein Falsch". Fakt sei, dass die Stadtverwaltung auf die Schulen und Verantwortlichen zugegangen sei und, dass am 15. März bei einer öffentlichen Anhörung für alle, "die dazu eine Meinung haben", die Möglichkeit besteht, diese vorzubringen. "Anschließend werden wir mit allen Stellungnahmen, die auch den Gemeinderatsmitgliedern davor rechtzeitig zugänglich gemacht werden, in die Gremien – also den Verwaltungsausschuss und den Gemeinderat – kommen. Dann haben Sie die Möglichkeit, über den Schulentwicklungsplan für die Ortsteile abzustimmen", so der OB.