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Nusplingen Wasser und Abwasser werden teurer

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Mit viel Bauchschmerzen und zwei beziehungsweise einer Gegenstimme hat der Gemeinderat in der letzten Sitzung des Jahres beschlossen, die Wasser- und Abwasserpreise mit Beginn des neuen Jahres zu erhöhen.

Nusplingen . Demnach wird die Grundgebühr von vier auf fünf Euro angehoben sowie die Verbrauchsgebühr von 1,35 Euro auf 1,50 Euro.

Beim Abwasser steigt die Gebühr um 20 Cent von 3,90 Euro pro Kubikmeter auf 4,10 Euro und beim Niederschlagswasser um einen Cent von 0,25 Euro pro Kubikmeter auf 0,26 Euro.

Kämmerer Tobias Keller erläuterte, dass trotz steigender Gebühreneinnahme in den Jahren 2016 bis 2018 immer noch eine Kostenunterdeckung von mehr als 68 000 Euro vorliege, die der steigenden Abwassermenge geschuldet sei. Um kostendeckend zu arbeiten, müsste die Gemeinde im Grunde 4,57 Euro pro Kubikmeter für die Schmutzwasserbeseitigung verlangen sowie 0,31 Euro beim Niederschlagswasser. Dabei seien die laufenden Unterhaltsmaßnahmen mit einberechnet.

Ähnlich sieht es beim Wasserzins aus, denn laut Keller liegt der Kostendeckungsgrad für das nächste Jahr bei rund 89 Prozent. So müsste die Grundgebühr eigentlich 5,99 Euro betragen. Er legte dar, dass die vorläufige Ausgabenspanne für 2020 bei rund 240 000 Euro kalkuliert sei, dem eine labilere Einnahmenseite gegenüber stehe. Dies sei überwiegend begründet durch die stark schwankenden Barausschüttungen der EnBW-Aktienanteilen und die daraus resultierenden Steuererstattungen.

Von einem Rückgang des Wasserverbrauchs geht Keller nach den vergangenen beiden warmen Jahren nicht aus, "vermutlich wird er auch im nächsten Jahr gleich hoch sein". "Hohe Ausgaben bei gleichbleibenden beziehungsweise zurückgehenden Einnahmen führen leider zu einem stetigen Rückgang des Deckungsgrades", sagte der Kämmerer. Er machte deutlich, dass der Anteil der fixen Kosten bei den Ausgaben immer weiter steige, was bei einem gleichbleibenden Wasserverbrauch automatisch eine höhere Grundgebühr bedeute. Diese sei von allen Hauseigentümern zu bezahlen und verbrauchsunabhängig. Die variablen Preisbestandteile stehen diesen fixen Kosten gegenüber, die hauptsächlich aus den verkauften Wassermengen resultieren. "Ein Rückgang der Wasserabgabemenge führt schnell zu einem hohen wirtschaftlichen Defizit, das durch Effizienzmaßnahmen nicht ausgeglichen wird", begründete Keller die Erhöhung der Verbrauchsgebühr. Die nun beschlossene Erhöhung der Grundgebühr auf fünf Euro führt nach Kellers Berechnungen bei einzelnen Grundstückseigentümern zu einer Mehrbelastung von rund zwölf Euro pro Jahr und bringt der Gemeinde jährlich 9100 Euro ein.

Die Erhöhung der Verbrauchsgebühr auf 1,50 Euro wird beispielsweise einen Zwei-Personen-Haushalt, der rund 160 Kubikmeter im Jahr verbraucht, rund 24 Euro mehr kosten. "Zusammen mit der Grundgebühr sind das jährlich etwa 36 Euro oder drei Euro im Monat mehr."

Um den Räten den Beschluss zu erleichtern, listete der Kämmerer die Gebühren für Wasser und Abwasser der umliegenden Gemeinden auf, die allesamt deutlich über der nun vom Nusplinger Rat beschlossenen Erhöhung liegen. "Wenn wir jetzt nicht erhöhen, müssen wir es beim Bürger woanders holen", argumentierte ein Ratsmitglied.

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