Gemeinde Nusplingen tut sich deshalb schwer mit Prognose für 2015. Jahresrechnung für 2014 fällt "befriedigend" aus.
Nusplingen - In Schulnoten wäre es eine Drei: Die Jahresrechnung für 2014 ist laut Bürgermeister Alfons Kühlwein "befriedigend" ausgefallen. Mit dem laufenden Jahr ist die Gemeinde Nusplingen aktuell zufrieden – trotz einiger Fragezeichen in Sachen Zuschüsse.
Die Jahresrechnung für 2014 wartet mit einem Gesamtvolumen von gut 5,76 Millionen Euro auf, wovon gut 4,14 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt entfallen und 1,62 Millionen auf den Vermögensetat. Positiv schlägt sich unter anderem ein Plus bei den Einnahmen im Verwaltungshaushalt nieder: rund 412 000 Euro, wofür vor allem die Gewerbesteuer verantwortlich ist. Diese ist rund 207 000 Euro höher ausgefallen als der Planansatz von 250 000 Euro.
Bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt verzeichnet die Gemeinde Nusplingen 2014 bei den Personalkosten Überschreitungen von rund 28 500 Euro, was zu einem guten Teil dem Betrieb im neuen Kindergarten geschuldet ist. In der Bilanz von Ausgaben und Einnahmen ergibt sich eine Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt von mehr als 372 000 Euro; eingeplant gewesen waren 17 000 Euro. Der Vermögenshaushalt ist erneut geprägt von hohen Bauausgaben in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro.
Enthalten sind dabei vor allem die Großbaustellen "Abwasserbeseitigung Harthöfe" sowie Hohenbergstraße. Angesichts dieser Maßnahme ist trotz der stattlichen Zuführungsrate der Griff ins Sparschwein nötig: Rund 114 000 Euro müssen die Nusplinger aus ihren Rücklagen entnehmen.
Für das aktuelle Jahr 2015, das steht für Bürgermeister Alfons Kühlwein fest, sei eine Gesamtprognose noch recht schwierig. Zwei Gründe nennt der Rathauschef dafür: Bei zwei Baumaßnahmen, dem Ausbau in der Hohenbergstraße und für den Anschluss der Harthöfe, sind sicher geglaubte Zuschüsse augenblicklich wieder fraglich. Allein bei der Hohenbergstraße geht es – sehr zum Leidwesen der Verwaltung – um rund 200 000 Euro für die Kanalabrechnung. Auch auf dem Berg gibt es laut Kühlwein Probleme damit, förderfähige Kosten abzugrenzen, vor allem bei den Belagsarbeiten.