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Nusplingen Noch darf die Bevölkerung nicht rein

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Schön ist es geworden, das neue Dorfgemeinschaftshaus in Heidenstadt – leider kann es bis auf weiteres nicht genutzt werden. Fotos: Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Von Beate Müller

Das neue Dorfgemeinschaftshaus in Heidenstadt ist fertig; eigentlich müssten jetzt Hochzeiten darin gefeiert werden, Gremien tagen und die Dorfjugend Einzug halten. Doch wegen Corona bleibt die neue Begegnungsstätte der Nusplinger vorerst ungenutzt.

Nusplingen-Heidenstadt. Zwei Jahre haben die Bauarbeiten in Anspruch genommen; das Einweihungsfest hätte die erste große Veranstaltung im neuen Dorfgemeinschaftshaus in Heiden-stadts Dorfmitte werden sollen – doch die fällt coronabedingt ins Wasser. Jetzt darf erst mal niemand rein, zumindest nicht zum Feiern. Aber irgendwann, wenn die Coronapandemie ausgestanden ist und wieder Feste ohne Risiko gefeiert werden können, dann werden sich hier die Heidenstädter und die Nusplinger treffen: zu Vereinsfesten, zu Sitzungen, zu Kommunionen und Taufen, zu Handarbeitstreffs und Gymnastik. Und zum Treff der Jugend – sie hat einen eigenen Raum zugestanden bekommen.

2017 war das Alte Schulhaus abgerissen worden. "Die Heidenstädter hingen dran", weiß Bürgermeister Jörg Alisch. Doch das neue Gebäude in der Ortsmitte, dessen Bau ein Jahr später, im Herbst 2018, begann und das nun, von Kleinigkeiten abgesehen, fix und fertig auf seine Einweihung wartet, kann sich auch sehen lassen. Bürgermeister Jörg Alisch hat das neue Juwel in der Heidenstädter Ortsmitte aufgeschlossen und dem Schwarzwälder Boten stellvertretend für die Öffentlichkeit auf einem Rundgang durch die Räume gezeigt.

Es gibt zwei Eingänge, die beide barrierefrei passierbar sind – allerdings lässt sich nur der große Saal im Erdgeschoss ebenerdig befahren. Um in den kleinen Raum im Dachgeschoss sowie den Jugendraum nebenan zu gelangen, muss man die Treppe nehmen. Der große Raum im Erdgeschoss bietet Platz für 100 Personen. "Hier werden die großen Feste gefeiert", erklärt Alisch. Die Nutzungsordnung sowie die Gebührenliste für private Mieter und Vereine wurden in der jüngsten Gemeinderatssitzung verabschiedet. Natürlich könnten unter Auflagen nun schon Veranstaltungen im Saal stattfinden – doch dazu bedürfte es eines umfangreichen Hygienekonzepts und einer gewissen Risikobereitschaft: Wer mag diese Verantwortung übernehmen? "Auch wäre es bei privaten Feiern schwierig mit der Bewirtung", erklärt Alisch: Buffets sind laut Coronaverordnung derzeit verboten.

Der Saal ist mit einer Akustikdecke ausgestattet, die Geräusche absorbiert. Die Fenster in Richtung Albstraße können aus Lärmschutzgründen nicht geöffnet werden. Eine große Fensterfront bietet aber einen wunderbaren Blick auf die benachbarte Kirche. Die Bewirtung wird, wenn es denn soweit ist, direkt aus der benachbarten und bestens ausgestatteten Küche heraus erfolgen – erleichtert wird sie durch eine Durchreiche. Selbstredend gibt es im Dorfgemeinschaftshaus auch neue Sanitärräume. Die Toilette im Erdgeschoss ist behindertengerecht ausgestattet.

Hinter der zweiten Eingangstür befindet sich das Treppenhaus und unter dem Dach ein etwa 50 Quadratmeter großer Raum. "Wenn das Wohnzimmer zu klein und der große Saal zu groß ist, dann ist dieser Raum die adäquate Lösung", erläutert Jörg Alisch. Eigentlich wollte man den Raum im Dachgeschoss zunächst der Dorfjugend zur Verfügung stellen, doch für diesen Zweck wurde dann der mit 20 Quadratmeter kleinste Raum, er liegt direkt nebenan, ausgewählt. Dieser bietet Platz für ein Sofa, eine Bar und einen Tisch; die Jugend darf ihn kostenfrei nutzen. "Wir stehen in gutem Kontakt mit der Kameradschaft", berichtet der Bürgermeister. Zwei Verantwortliche müssen benannt werden, die in Absprache mit dem ehrenamtlichen Hausmeisterteam für Ordnung im Jugendraum sorgen; Möblierung und Ausstattung sind Sache der Jugendlichen.

"Ich hoffe, dass sich im Dorfgemeinschaftshaus noch viel entwickelt", sagt der Rathauschef – er denkt an Seniorencafés, Krabbelgruppen und Handarbeitstreffs, lauter Einrichtungen, denen bisher in Heidenstadt kein Raum zur Verfügung stand für regelmäßige Treffen. "Die Bevölkerung und die Vereine sollen das neue Haus mit Leben füllen", sagt der Bürgermeister.

Insgesamt hat das Dorfgemeinschaftshaus die Gemeinde Nusplingen 685 500 Euro gekostet. Mehr als die Hälfte davon, nämlich 385 700 Euro waren Landeszuschüsse aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum und dem Ausgleichsstock.

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