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Nusplingen Neue Ideen auf alten Strecken

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"Dort geht es entlang": Walter Klaiber zeigt die Route für den Martinusweg bei Nusplingen. Sie weist mehrere Aussichtspunkte auf und führt größtenteils über die Albhochfläche, auch am Marienfelsen und der Lourdes-Grotte (im Hintergrund) vorbei. Foto: Holbein

Nusplingen - Heute wird er in einem Vespergottesdienst im Dom und bei einem Empfang vorgestellt: der Martinusweg durch die Diözese Rottenburg-Stuttgart. Unter den Gästen ist auch Walter Klaiber. Er hat die Strecke im Bereich Nusplingen ausgesucht.

Der 67-Jährige ist Mitglied im Schwäbischen Albverein und im Deutschen Alpenverein, und er kennt die Routen rund um Nusplingen von eigenen unzähligen Wanderungen. So lag es nahe, dass Dekan Anton Bock, als er nach jemandem Ausschau hielt, um die "Via Sancti Martini" in seinem Bereich zu verwirklichen, auf Klaiber stieß. "Wir haben uns dreimal getroffen", erzählt der 67-jährige Wanderexperte, der dann von Bock den Auftrag bekam, im hiesigen Dekanat den Martinusweg, der vom Europarat in die Liste der Kulturwege aufgenommen ist, zu gestalten.

Der Weg verbindet die Geburtsstadt des Heiligen in Ungarn, Szombathely, mit seiner Grablege im französischen Tours.

Für den Verlauf der Via von Beuron bis nach Dotternhausen und zur Lorettokapelle bei Binsdorf ist Klaiber zuständig. In das vorhandene Kartenmaterial hat er die Trasse des Weges eingetragen. "Die Vorgabe lautete, dass der Martinusweg so wenig wie möglich dem Jakobsweg in die Quere kommt." Zudem sollte es kein neuer Weg sein. Die Tour ist deshalb auf bestehenden Strecken eingezeichnet und wird entlang dieser Routen ausgeschildert. So nutzt Klaiber bei seiner Planung die Wanderwege des Albvereins.

Entlang des Kulturweges soll der Wanderer möglichst viele Sehenswürdigkeiten erleben, die mit dem heiligen Martin zu tun haben, etwa die Kirchen, die Martinus geweiht sind. Deshalb hat Klaiber den Martinsberg zwischen Nusplingen, Obernheim und Reichenbach mit aufgenommen, und der Weg führt an der Gnadenweiler Kapelle vorbei. Von dort geht es durch den Wald zur Nusplinger Hütte zum Breiten Fels, einem Aussichtspunkt über Nusplingen, zum Marienfelsen mit der Lourdes- Grotte und runter in den Ort an der Alten Friedhofskirche vorbei. Durchs Dorf geht es über den Reichenbacher Weg zur Lau-Hütte und weiter über verschiedene Stationen, Tanneck und durch den Rosenkranzwald, um den sich eine Legende rangt, nach Ratshausen.

Ein Wanderführer – eine Karte mit Erläuterungen –, für den Klaiber gerade die Informationen zu Strecke und Sehenswürdigkeiten zusammenstellt, begleitet die Wanderer auf der rund 60 Kilometer langen Zweitagestour. Um das Projekt zu realisieren, musste Klaiber mit den jeweiligen Förstern konferieren, und die Gemeinden hatten ihr Einverständnis zu erklären. "Das war aufwendig und erst der Anfang", denn jetzt muss die Strecke abgelaufen und festgelegt werden, wie der Weg ausgezeichnet wird, mit wie viel Täfelchen und wo sinnvollerweise angebracht. Bis dato ist Klaiber in der Sache schon einige Kilometer gefahren und hat etliche Stunden investiert – alles ehrenamtlich. Dennoch, "es hat Spaß gemacht, an diesem Weg mitzuwirken"; und Probleme hatte der 67-Jährige keine: "Alle Ansprechpartner waren aufgeschlossen."

 
 
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