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Nusplingen Die Sonntagsgedanken in einem Buch

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Pfarrer Joseph Kaniyodickal hat ein Buch veröffentlicht. Es enthält seine gesammelten Predigten des vergangenen Kirchenjahres. Foto: Graf Foto: Schwarzwälder Bote

Jeden Sonntag gibt Joseph Kaniyodickal, Leiter der Seelsorgeeinheit Heuberg, im Gottesdienst in seinen Predigten Impulse, Anregungen, Anstöße zum Nachdenken. Nun hat der Pfarrer alle Predigten des vergangenenen Jahr in einem Buch gesammelt.

Nusplingen. Die Worte ihres Pfarrers bleiben vielen Kirchgängern aus Nusplingen, Obernheim, Unterdigisheim und Meßstetten auch nach dem Gottesdienst im Ohr – die Idee, sie in einem Buch zusammenzufassen, um den Lesern die Möglichkeit zu geben, sie immer wieder auf sich wirken zu lassen, stammt nicht vom Autor selbst. Gottesdienstbesucher, so Kaniyodickal, hätten im Gespräch mit ihm angeregt, die Sonntagsgedanken für die Kirchengemeinde doch schriftlich festzuhalten und zu veröffentlichen.

Die Initialzündung kam indes ausgerechnet vom Coronavirus: Da zu Beginn der Pandemie das öffentliche Leben nahezu auf Null heruntergefahren wurde und auch keine Gottesdienste mehr stattfanden, hatte der Pfarrer auf einmal Zeit, den Wünschen der Katholiken auf dem Heubergs nachzukommen. Er nahm sich die Predigten des Kirchenjahrs 2019 vor, las sie durch und überarbeitete sie dort, wo es ihm geboten erschien. Sein Deutschlehrer Erich Mayer aus Wehingen griff ihm dabei unter die Arme. Als Titel wählte Kaniyodickal das Jesuswort "Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren" aus Lukas 11, 28; Layout und Aufbau erarbeitete er gemeinsam mit der Wehinger Firma Gewatec. Für den indischstämmigen Pfarrer war die Erstellung des Buches eine echte Herausforderung – schließlich war es sein erstes und seine Erfahrung auf diesem Gebiet entsprechend gering. Umso mehr freute er sich über die Unterstützung der vielen Helfer, die ihre Kompetenz in das Projekt mit einbrachten.

Auch wenn es seine eigenen Predigttexte sind – die Arbeit mit ihnen war für Joseph Kaniyodickal eine Bereicherung: Die erneute Lektüre und die Beschäftigung mit den verschiedenen Themen seiner Predigten hätten ihn oft nachdenklich gestimmt – und diese Gedanken nun gedruckt in den Händen zu halten, sei schon etwas Besonderes. Der 43-Jährige sieht sich durch den Wunsch der Gemeindemitglieder nach der Drucklegung seiner Predig-ten in seiner Arbeit bestätigt: "Es freut mich, dass ich einige Menschen erreichen konnte und dass mir die Leute gerne zuhören. Dafür bin ich sehr dankbar."

Indes ist es nicht Kaniyodickals Absicht, sich selbst schriftstellerisch zu profilieren: Es ist das Wort Gottes, das er unter die Leute bringen möchte – nichts anderes sei schließlich die Aufgabe des Priesters. Im Vorwort seines Buches schreibt er: "Den Lesern wünsche ich viel Freude beim Lesen dieser Gedanken, und wir hoffen und beten, dass wir diese in unserem Leben verinnerlichen und umsetzen können."

 Pfarrer Kaniyodickals Buch ist gegen einen selbstgewählten Spendenbetrag in den Pfarrbüros der Seelsorgeeinheit erhältlich. Der Erlös soll den Menschen in seiner Heimat, dem indischen Bundesstaat Kerala, zugutekommen, den die Coronakrise besonders hart getroffen hat.

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