Im Mai kann die Sanierung der Turn- und Festhalle beginnen.Foto: Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Gemeinderat: Die Kosten für den Hallenumbau liegen noch im Rahmen

Nusplingen. Die Sanierung und der Umbau der Turn- und Festhalle können beginnen, nachdem die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung einer Vergabe der meisten Gewerke zugestimmt haben. Im Mai geht es los.

Einen Abstimmungsmarathon hatten die Nusplinger Gemeinderäte am Ende hinter sich. Zuerst stimmten sie für die Vergabe der Heizungsarbeiten: 19 Firmen wurden angefragt, am Ende gingen zwei Angebote ein. Das günstigste hat die Firma Konzmann-Welte aus Balingen abgegeben. Die Planung sieht im Sporthallenbereich eine Deckenstrahlheizung vor, für die zwei Varianten denkbar sind – beide hat die Firma angeboten: Die günstigere, bei der über Deckenstrahlplatten in einzelnen Feldern beheizt wird, kostet 135 750 Euro plus rund 40 000 Euro für Trockenbau, Malerarbeiten und Wärmedämmung.

Die zweite Variante ist die teurere, aber laut Bürgermeister Jörg Alisch die bessere: Die Halle wird vollflächig über eine Paneeldecke beheizt. Mit 208 266 Euro sind das Mehrkosten von 32 500 Euro. Für diese Variante spricht laut Alisch eine optisch gleichmäßige Fläche und Wärmestrahlung, Ballwurfsicherheit und dass dabei keine weiteren Gewerke notwendig werden. Das Kostenplus hält der Bürgermeister für vertretbar, schließlich lägen die Angebote für die weiteren Gewerke teilweise unter der Kostenplanung. Das sahen die Gemeinderäte ähnlich und stimmten der Vergabe zu. Deutlich unter der Kostenschätzung liege man beim Gewerk Sanitär. Das günstigste Angebot ist das der Firma Ernst Sauter aus Meßstetten zum Preis von 89 180 Euro. Angesetzt waren Kosten von gut 101 000 Euro. Auch hier: Einstimmige Zustimmung des Gemeinderats.

Für die Elektroarbeiten sind vier Angebote eingegangen. Das günstigste kommt von der Lautlinger Firma Elektro-Hagg und hat eine Höhe von 104 240 Euro brutto, einschließlich zwei Prozent Abgebot. Es liegt damit deutlich unter der Kostenberechnung von 133 050 Euro. Das Gremium stimmte der Vergabe zu.

Bei der Kücheneinrichtung hingegen muss sich der Gemeinderat auf Mehrkosten gegenüber der Kostenschätzung von 83 300 Euro einstellen. Das einzige eingegangene Angebot kommt von der Firma HoGaKa Profi aus Ulm in Höhe von knapp 95 000 Euro. Da laut Küchenplaner die Kochgeräte wie Herd und Fritteuse überteuert angeboten wurden, sollen sie später separat neu ausgeschrieben werden. Die Gemeinderäte stimmten dem vollumfänglich zu.

Die Arbeitskraft der Vereine ist gefragt

Ebenfalls ein einstimmiges "Ja" beim Gewerk Lüftung: Die Arbeiten werden von der Ebinger Firma Ernst Rieber zum Angebotspreis von 60 943 Euro erledigt. Mit den brandschutztechnischen Maßnahmen wird nach einstimmigem Votum die Nusplinger Firma LKU Kessler zum Preis von 8892 Euro beauftragt. Veranschlagt waren dafür 10 000 Euro. Für den Rückbau der Bestandslüftung in der Halle setzt der Gemeinderat auf die Kraft der örtlichen Vereine. Auf die Vergabe dieses Gewerks verzichtet die Gemeinde daher; die Vereine erhalten ein Honorar.

Und zuguterletzt haben die Räte der Vergabe der Mess-, Steuer- und Regelanlage an die Firma MRS Haustechnik in Holzmaden zum Angebotspreis von 45 360 Euro zugestimmt. Dieser liegt allerdings um einiges über dem Plan von 30 000 Euro.

Alles in allem halten sich die Kosten im Rahmen, erklärte Kämmerin Gabriele Fischer-Vochatzer. Derzeit liege man mit 16 700 Euro über dem Planansatz.

Zum Ablauf der Arbeiten sagte Alisch, dass im Mai mit dem Umbau begonnen werde. Die Deckenarbeiten in der Halle werden in den Sommerferien erledigt. Für Veranstaltungen werde die Halle während des Umbaus geschlossen bleiben, jedoch wolle man den Schulsport- und Trainingsbetrieb weitgehend zumindest eingeschränkt ermöglichen, sofern es die Coronaverordnung in Zukunft erlauben wird.

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