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Nusplingen Die Samtfabrik fällt Stein für Stein

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Rund 7000 Kubikmeter umfasst das Gebäude der Alten Samtfabrik in Nusplingen, deren Abriss zügig voranschreitet.Foto: Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Die ehemalige Samtfabrik in der Talstraße 10/1 ist schon fast Geschichte. In den kommenden Tagen verschwinden auch die letzten Reste des Gebäudes, in dem 56 Jahre lang eine Textilfabrik untergebracht war.

Nusplingen. Ende Juli rückten die Baumaschinen an, um das ansehnliche historische Gebäude dem Erdboden gleich zu machen. Derzeit steht die Gebäuderuine nur noch zur Hälfe, umgeben von Abrisstrümmern.

Auch wenn das Gebäude eine Geschichte hat – 56 Jahre lang war darin eine Textil- respektive Samtfabrik und anschließend bis 1980 eine Stoffdruckerei untergebracht; die letzten 13 Jahre bis 1993 wurden Drehteile in dem Haus hergestellt – der Abbruch war laut Bürgermeister Jörg Alisch unumgänglich. Die Bausubstanz ist schlecht und Feuchtigkeit hat sichtbare Schäden hinterlassen. Abgerissen wird dieser Tage das gesamte dreistöckige, teilunterkellerte Fabrikgebäude sowie die benachbarte Garage.

Eigentlich hätte die ausführende Firma Bantle Entsorgung und Rückbau zum Wochenende hin die Abrissarbeiten abschließen wollen. Genau einen Monat Zeit hatten Gemeinde und Firma für den Abriss eingeplant. Obwohl die Arbeiten laut Jörg Alisch gut voranschreiten, ist er aber doch sehr umfangreich. "Es kamen aber einige zeitaufwendige Arbeiten hinzu die so nicht absehbar waren und für Verzögerungen sorgten", erklärt der Rathauschef. Derzeit laufe wieder alles nach Plan.

Einige Bauteile sind kontaminiert

Die Kubatur – einschließlich der Garagen – beträgt etwa 7000 Kubikmeter. Da das Gebäude aufgrund seines Alters einige kontaminierte Bauteile enthielt, wurden diese vor dem eigentlichen Abbruch sachgerecht ausgebaut und entsorgt, ebenso wie die Böden, Wandverkleidungen und Leitungen in den Innenräumen. Im Eingangsbereich befand sich ein doppelwandiger Erdtank, der 15 000 Liter Testbenzin enthielt; er wird stillgelegt und ausgebaut.

Die Gemeinde Nusplingen plant, im Zuge der Quartiersanierung das Areal Rauzenbach zu sanieren. Was genau mit dem Grundstück geschieht, steht laut Bürgermeister Alisch noch nicht abschließend fest. Da es in Nusplingen an seniorengerechtem Geschosswohnungsbau fehlt, sei denkbar, dass an diesem zentralen Ort barrierefreie und seniorengerechte Wohnungen entstehen. "Viele Senioren möchten gerne in der Heimatgemeinde bleiben, sehen aber oft Probleme, das eigene große Haus, meist mit großem Garten, auch im Alter noch bewirtschaften zu können. Es wäre einfach schön, wenn wir mit einem Investor hier ein Projekt schaffen würden, das auch diesen Bedarf bedient", beschreibt Alisch die Vision der Gemeinde.

Das Land gibt einen Zuschuss

Die Maßnahme wird von der Tübinger Firma Berghof Analytik + Umweltengineering betreut und vom Land Baden-Württemberg im Rahmen von dessen Städtebauförderung mit 135 000 Euro bezuschusst. Die Gesamtkosten waren im September 2019 von der Gemeinde auf 212 000 Euro beziffert worden. Inzwischen geht die Gemeinde von 225 000 Euro inklusive Honorar für die Ingenieurleistungen aus.

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