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Nusplingen Angebote kaum vergleichbar

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Armin Russ stand dem Gemeinderat Redeund Antwort.Foto: Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Nusplingen. 82 500 Euro sind im Gemeindehaushalt 2020 für ein neues Feuerwehrauto eingestellt, das die Freiwillige Feuerwehr Nusplingen bekommen soll. Doch mit einer Abrechnung in diesem Jahr rechnet Feuerwehrkommandant Armin Russ nicht. Das Fahrgestell komme frühestens im Frühjahr 2021.

Zuvor muss es erst einmal ausgesucht werden. Die Anschaffung eines neuen Mannschaftstransportwagens sei gar nicht so einfach, erfuhren die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung von Russ. Ein achtköpfiger Beschaffungsausschuss hat sich mehrere Sitzungen lang eingehend mit der Frage beschäftigt, welcher MTW denn am ehesten für die Nusplinger Wehr in Betracht käme. Er holte mehrere Angebote ein, ließ sich von Nachbarfeuerwehren Empfehlungen geben und besuchte Hersteller. Es gingen viele Angebote ein – doch sind sie laut Russ nur schwer vergleichbar. Groß seien die Unterschiede bei Fahrgestell, Ausstattung und Garantie; daher könne man die Kosten auch schlecht nebeneinander stellen. Russ kann derzeit noch keine konkreten Zahlen nennen, geht aber davon aus, dass die für die Beschaffung vorgesehenen 82 500 Euro ausreichen werden.

Gerne hätte er den Kauf bis zum Jahresende unter Dach und Fach gebracht, um in den Genuss der auf 16 Prozent reduzierten Mehrwertsteuer zu kommen. Auch wenn das Fahrgestell mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr im laufenden Jahr geliefert wird, erwägt der Beschaffungsausschuss, bestimmte Ausstattungsteile noch im laufenden Jahr zu beschaffen, um von der Mehrwertsteuersenkung zu profitieren. Eine Rechnung, die Gemeinderat Hans Hager nicht einleuchtet. Die Eile würde allenfalls ein paar hundert Euro bringen – und zuerst müsse seiner Meinung nach das Fahrzeug bestellt sein.

Derzeit wertet die Arbeitsgruppe der Feuerwehr alle Angebote aus und wägt ab. Problematisch ist dabei die Norm von 3,5 Tonnen Maximalgewicht, die verschiedenen Extrawünschen der Feuerwehr einen Riegel vorschiebt. Russ rechnet: Wenn der Mannschaftstransportwagen voll besetzt ist, dann bleibt ein erlaubtes Zuladegewicht von 100 Kilogramm übrig. Besonders viel ist das nicht.

Armin Russ fragte die Gemeinderäte nach dem weiteren Vorgehen: Solle das Beschaffungsmandat weiterhin in den Händen der Freiwilligen Feuerwehr Nusplingen bleiben, oder solle der Gemeinderat in der kommenden Sitzung noch einmal über die Anschaffung beraten? Die Gemeinderäte waren sich in diesem Punkt nicht einig: Vier stimmten dafür, das Thema erneut auf die Tagesordnung zu setzen, wenn konkrete Zahlen auf dem Tisch lägen, sechs zogen es vor, das Anschaffungsmandat bei der Feuerwehr zu belassen.

Für die Fahrzeugerneuerung haben die Gemeinde und die Feuerwehr noch etwa ein Jahr lang Zeit: Der aktuelle MTW ist mittlerweile 38 Jahre alt, im August 2021 steht der nächste Termin beim TÜV an. Bis dahin sollte ein neuer Mannschaftstransportwagen im Feuerwehrmagazin stehen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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