Die neue Aula der Interimsschule Egenhausen Foto: Manuel Virág

Rund zwei Wochen vor Umzug geht es auf der Baustelle der Egenhäuser Interimsschule zügig voran. Aber wird das Gebäude rechtzeitig fertig?

Während der Sanierung der Egenhäuser Grundschule soll der Schulbetrieb ja bekanntlich in das ehemalige Wolf-Gebäude umziehen. Kurz vor den Faschingsferien soll das neue Gebäude bezugsbereit sein. Aber kann dieser Zeitplan eingehalten werden?

 

Zu Beginn der Bauarbeiten musste nämlich einiges getan werden. Bei der Begehung mit der Redaktion war der Fortschritt schon deutlich zu spüren.

Strom und Heizungen mussten erneuert werden

Als die Handwerker in das rund 20 Jahre lang verlassene Wolf-Gebäude kamen, war alles noch genauso, wie es vor zwei Jahrzehnten zurückgelassen wurde. Die alten Lufterhitzer, die in den Hallen für Wärme gesorgt hatten, mussten gegen neuere und vor allem leisere Heizkörper ausgetauscht werden.

Auch die gesamte Elektrik, die Fluchtwege und Maßnahmen zum Brandschutz mussten überarbeitet werden. Das neue Highlight der Übergangsschule: eine große Aula. Hier sollen sich die Schüler morgens aufhalten können, um nicht draußen in der Kälte stehen zu müssen, erklärt Schulleiter Andreas Schrade.

Ebenfalls im Untergeschoss wurden bereits neue Toilettenräume, sowie ein Raum für die Ganztagesbetreuung errichtet. Ab dem nächsten Schuljahr werden nämlich alle Erstklässler einen gesetzlichen Anspruch auf eine Ganztagesbetreuung haben.

Auch bei den Klassenzimmern gibt es große Fortschritte

Die Schule befürchtete anfangs, dass es zu wenig Klassenzimmer gäbe und einzelne Klassen zusammengelegt werden müssten. Dieses Platzproblem wurde nun aber gelöst: Im Obergeschoss wurde die große Produktionshalle in drei neue Klassenzimmer verwandelt.

Alle Wände sind neu! Aus der Produktionshalle des Wolf-Gebäude wurden drei Klassenzimmer gebaut. Foto: Manuel Virág

In den meisten Zimmern ist bereits Teppichboden verlegt, manche Klassenzimmer und das Rektorat behalten aber den bisherigen grünen Fabrikboden. Sollteetwas schwarzer Boden gesichtet werden, handelt es sich dabei um neuen Boden der Bauarbeiter.

Auch eine Küche soll es im neuen Obergeschoss geben. Die Toiletten wurden mit neuer Keramik ausgestattet und die Dusche soll für die Schüler nutzbar sein.

„Jetzt schon eine Weiterentwicklung“

Laut Architekt Friedrich Großmann laufen die Umbauten bisher nach Plan. Dafür dass die Bauarbeiten erst vor rund zwei Monaten anfingen, sei der Fortschritt schon enorm, meint er.

Auch Schulleiter Schrade ist sehr zufrieden mit seinen neuen Räumen. „Der Standort ist jetzt schon eine Weiterentwicklung für uns“, findet er. Besonderem Dank gelte vor allem dem Gemeinderat Egenhausen und all den Eltern, die bei dem Projekt mithelfen.

Viele Eltern seien sowohl beim Umzug, als auch bei den Bauarbeiten involviert, erklärt Bürgermeister Sven Holder. „So eine Gemeinschaft gibt es nur bei uns in Egenhausen“, sagt er stolz.

Am 6. Februar wird das neue Gebäude gemeinsam mit den Eltern und dem Gemeinderat das erste Mal begangen. In den Faschingsferien soll es endgültig fertiggestellt werden.