Die Freude über das Geschenk vom Nikolaus ist groß. Foto: Wagner

Ein Hauch von Schnee über den liebevoll geschmückten Hütten fehlte noch – und der diesjährige Oberndorfer Weihnachtsmarkt wäre eine Traumveranstaltung geworden.

Oberndorf - Der Schnee blieb aus, aber der Schuhmarktplatz wurde an zwei Tagen trotzdem zur Traumlandschaft, die von vorweihnachtlicher Stimmung beherrscht wurde und den Menschen nach zwei Jahren Pause wieder die Gelegenheit gab, unbeschwert die Gesellschaft der unzähligen Besucher zu genießen.

Ein Schwätzchen hier, eine kleine Unterhaltung da, das unvermeidliche "jo senn ihr au do" und zwischendurch ganz einfach die Seele baumeln lassen und das riesige Angebot an leckeren deftigen und süßen Spezialitäten auszuprobieren war angesagt.

Die Wahl fällt schwer

Die Wahl fiel schwer, schwebte doch über das ganze Wochenende der Duft von gebratenen Würsten und Fleisch, Crêpes, Suppen und Eintöpfen sowie das Aroma exotischer Leckerbissen, vermischt mit dem unverwechselbaren Geruch von Glühwein und Punsch, über dem Städtle.

Ordnungsamtsleiterin Jana Wachter eröffnete am Samstag um 13 Uhr mit dem Nikolaus, Knecht Ruprecht und Anna-Maria Zeller vom Kulturamt den von der Stadtverwaltung organisierten Markt und gab die Bühne für den ersten Auftritt frei, der den Kindern vom Kindergarten Altoberndorf vorbehalten war.

Der Nikolaus, unter dem sich dieses Jahr Bürgermeister Hermann Acker verbarg, bescherte mit Knecht Ruprecht die Kinder und verteilte großzügig Geschenke. Das bunte Treiben auf der Bühne hatte bereits zu Beginn zahlreiche Zuschauer in die Oberstadt gezogen, deren Zahl sich dann allerdings bis zum Abend noch gewaltig steigerte.

Fast kein Durchkommen

Fast kein Durchkommen war mehr auf dem festlich erleuchteten Schuhmarktplatz, und die Besucher wechselten zwischen dem ansprechenden Bühnenprogramm, zu dem auch ein Auftritt des erfolgreichen Sängers Damiano Maiolini zählte, und den zahlreichen Ständen entlang der Häuser auf dem Schuh- und Ledermarkt.

Nicht nur Essen und Trinken waren gefragt, an den Buden mit selbst hergestellten Weihnachtsartikeln standen die Marktbesucher Schlange, und auch der Stand des Kulturamtes, an dem Karten für die im kommenden Jahr stattfindenden Veranstaltungen angeboten wurden, war stark frequentiert.

Viele Besucher konnte auch die Eisenbahnausstellung in der Realschule verbuchen, gab es dort doch für große und kleine Modelleisenbahnfans viel zu sehen. Am Sonntagnachmittag war der Besucherandrang etwas verhaltener, aber trotz Nieselregens ließen sich die Menschen die Freude am Oberndorfer Weihnachtsmarkt nicht nehmen.