Schömbergs Amtsinhaber Matthias Leyn hat die Bürgermeisterwahl in Schömberg für sich entschieden. Er kam auf rund 76 Prozent – obwohl er der einzige Kandidat war. Nicht gerade berauschend, meint unser Kommentator.
Schömberg - Nun ist Amtsinhaber Matthias Leyn also weiterhin Bürgermeister von Schömberg. Doch ein entspannter Sieg sieht anders aus. Zu denken geben sollte Leyn nicht nur die geringe Wahlbeteiligung, sondern vor allem, dass etliche Wähler gegen ihn stimmten – obwohl es nicht mal einen "echten" Gegner gab.
In den kommenden acht Jahren hat er insofern eine Aufgabe mehr: jene überzeugen, die offenbar jeden außer ihm vorziehen würden. Zusätzlich zu all den anderen Herausforderungen – wie die Finanzierung einer Sporthalle, die die Gemeinde laut jüngster Kostenschätzung rund 22 Millionen Euro kosten wird – keine leichte Aufgabe. Vom Fachkräftemangel oder der Flüchtlingsunterbringung ganz zu schweigen.
Mangelnde Wähler-Zustimmung mag da gering erscheinen. Das ist sie aber nicht – sondern ein Alarmsignal. Leyn täte gut daran, es ernst zu nehmen.