Der Bezirksfußballausschuss findet mit den teilnehmenden Finalisten doch noch eine Lösung in der Causa Pokalfinale.
Die Diskussionen um Termin und Austragungsort der Endspiele im Bezirkspokal Hochrhein haben in den vergangenen Tagen für Unruhe gesorgt. Nun hat sich der Bezirksfußballausschuss (BFA) ausführlich zu den Vorwürfen geäußert und dabei seine Vorgehensweise deutlich verteidigt.
Auslöser der Debatte waren unter anderem kritische Stimmen der Finalisten, darunter auch vom TuS Lörrach-Stetten. Dort war sinngemäß moniert worden, dem im Rahmenterminkalender (RTK) festgelegten Finaltermin sei nicht ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt worden. Dieser Darstellung widerspricht der BFA klar. Der RTK sei eine verbindliche Grundlage für den gesamten Spielbetrieb, betont Bezirksvorsitzender Uwe Sütterlin.
Bereits Anfang 2025 sei der Kalender bei insgesamt fünf Halbjahrestagungen vorgestellt und anschließend von der Mehrheit der Vereine bestätigt worden. Der Termin für das Bezirkspokalfinale am 4. Juni 2026 sei somit frühzeitig bekannt und für alle Beteiligten bindend gewesen.
Entscheidung für den 4. Juni war bewusst
Die Entscheidung für diesen Termin sei zudem nicht zufällig gefallen. Der BFA verweist auf die parallel stattfindenden Abiturprüfungen und deren Vorbereitungsphase. Um hier Rücksicht zu nehmen, seien die Endspieltermine von Aktiven und Jugend bewusst getauscht worden.
Auch die Vergabe des Austragungsortes sei nach klaren Regeln erfolgt. Alle Vereine im Bezirk konnten sich bewerben, die Entscheidung fiel anschließend in einem schriftlichen Umlaufverfahren innerhalb des BFA. Die Mehrheit sprach sich dabei für den SC Lauchringen als Ausrichter aus.
Finalisten äußern deutliche Kritik
Im weiteren Verlauf wurde dem Verband jedoch gemeldet, dass mehrere Finalisten, darunter auch der TuS Lörrach-Stetten, Schwierigkeiten hätten, aufgrund der Grenzgänger im Team am angesetzten Termin eine Mannschaft zu stellen. Im Raum stand sogar, dass Spiele kampflos gewertet werden müssten.
Für den BFA keine akzeptable Lösung. „Sportliche Entscheidungen sollen auf dem Platz fallen“, heißt es sinngemäß aus dem Ausschuss. Deshalb suchte man nach einer Alternative, ohne die grundsätzliche Verbindlichkeit des Rahmenterminkalenders infrage zu stellen.
Schließlich schlug der BFA den beteiligten Vereinen einen alternativen Termin vor. Mit Erfolg. Der neue Termin für das Endspiel ist nun, wie in den Jahren zuvor, der Himmelfahrtstag (14. Mai). Die Rückmeldungen seien überwiegend positiv gewesen. Nur deshalb kam es zur Anpassung. Andernfalls hätte man am ursprünglichen Datum festgehalten, mit den entsprechenden Konsequenzen für nicht antretende Teams.
Gleichzeitig stellt der BFA klar: Der aktuelle Vorgang sei eine Einzelfallentscheidung und kein Präzedenzfall. Auch künftig bleibe der Rahmenterminkalender die verbindliche Grundlage für den Spielbetrieb.
BFA kritisiert öffentliche Austragung der Diskussion
Kritisch äußert sich der BFA hingegen zur öffentlichen Austragung der Diskussion. Eine konstruktive Zusammenarbeit funktioniere aus Sicht des Verbandes vor allem über den direkten Austausch. Man stehe jederzeit für Gespräche bereit, um gemeinsame Lösungen im Sinne des Sports zu finden.