Der Laufener Ortschaftsrat hat sich mehrheitlich für den Albstädter Haushaltsplan 2026 ausgesprochen.
Dass im kommenden Jahr kräftig bei den Ausgaben gespart werden muss, zeigt sich auch im Haushalt der Stadt Albstadt. Der Ortschaftsrat Laufen hat in seiner jüngstenSitzung darüber beraten.
Hitzige Diskussion
Diskutiert wurde – wie üblich – hitzig. Letztlich war jedoch klar: „Wir können uns einem Sparhaushalt nicht verweigern – da müssen wir diesmal durch.“ Das Gremium sprach sich mit sechs Ja- und zwei Neinstimmen für den Albstädter Haushalt aus.
Mittel auf null gesetzt
„Den Haushalt können wir nur beraten, jedoch ohne darauf maßgeblich Einfluss nehmen zu können“, stellte Ortsvorsteher Peter Landenberger zu Beginn des Tagesordnungspunkts klar. Aufgrund der miserablen Finanzlage sind für sämtliche Albstädter Ortsteile die Verfügungsmittel für das kommende Jahr eingefroren – also auf null gesetzt.
16 000 Euro fehlen
Normalerweise erhält der Ortsteil Laufen 16 000 Euro pro Jahr, um diese nach eigener Entscheidung für den Ort verwenden zu können. Im kommenden Jahr wird es nichts geben.
8000 Euro für Beleuchtung
Allerdings gehen die noch bestehenden Verfügungsmittel nicht verloren: Etwas mehr als 18 000 Euro hat Laufen rechnerisch auf der hohen Kante. Wa ist jedoch davon auszugehen, dass noch rund 8 000 Euro für die Errichtung von zwei Straßenlaternen beim Lehrerparkplatz der Grundschule bezahlt werden müssen
Ein Übertragungsfehler?
Bemängelt wurde, dass im Haushaltsplan für die Jahre ab 2027 jeweils nur 11 000 Euro Verfügungsmittel ausgewiesen sind. Das Gremium vermutete hier einen Übertragungsfehler. Ortsvorsteher Landenberger will die Stadtverwaltung darauf hinweisen.
Keine Investitionen geplant
Investitionen sind für das kommende Jahr in Laufen keine geplant. Und das, obwohl der Bau des Zentralklinikums kurz bevorsteht.
Bauplätze wären nötig
Die Planung von Bauplätzen in Laufen wäre also mehr als notwendig, war sich das Gremium einig. „Wir sind das Tor zwischen Balingen und Albstadt und werden aber gar nicht wahrgenommen“, gab Ortschaftsrat Wolfgang Bolkart zu bedenken.
Nicht tatenlos bleiben
Tatenlos möchte das Laufener Gremium aber trotz enggeschnalltem Finanzgürtel nicht bleiben. „Wir müssen einfach was erreichen für den Ort“, forderte Rätin Stefanie Oehrle. Daher möchte der Ortschaftsrat gleich im Januar zusammenkommen, um einen langfristigen Plan bis 2030 aufzustellen, in dem festgehalten wird, welche Projekte in Laufen vordringlich umgesetzt werden müssen. Dies wollen die Räte mit Baubürgermeister Roland Schmidt diskutieren.
Zähneknirschendes Ja
Dass aber jetzt erst einmal der Geldbeutel der Stadt zu bleibt, konnten die Laufener Ortschaftsräte mehrheitlich mittragen. „Im Spar-Jahr gegen den Haushalt zu stimmen, halte ich persönlich für nicht gut“, erklärte Ratsmitglied Andre Simmack.