Colin Zimmerer (gelbes Trikot) wurde ebenso wie der ehemalige Zimmerner Markus Vogel früh im Spiel für einen verletzten Mitspieler eingewechselt. Foto: Kara

Das Team von Marc Genter kommt im ersten Spiel des Jahres nicht über ein 0:0 gegen den TuS Ergenzingen hinaus. Auch eine fünfzehnminütige Überzahl können die Zimmerner nicht nutzen.

0:0, dieses Auftaktspiel in die Restsaison zwischen dem SV Zimmern und TuS Ergenzingen war alles andere als vergnügunssteuerpflichtig. Marc Genter, Trainer des Tabellenführers, redete nach Abpfiff auch nicht um den heißen Brei herum: „Ich bin maßlos enttäuscht. Ohne gut gespielt zu haben, war das Momentum trotzdem auf unserer Seite.“

 

Damit spielt er sicherlich auch auf die Schlussviertelstunde an, in der sein Team mit einem Mann mehr auf dem Platz war. TuS-Angreifer Nils Beurenmeister hatte sich innerhalb von zwei Minuten zwei Mal die Gelbe Karte abgeholt. Sein Coach Florian Schwend ordnete ein: „Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl kann man ihn vielleicht noch einmal ermahnen, aber das war einfach auch dämlich.“ Gerade um die erste Verwarnung – die er sich wegen Meckern abholte – hatte Beurenmeister gerade zu gebettelt.

Wenig Arbeit für Jakob Majhen

Der SVZ konnte die Überzahl aber nicht für sich nutzen, die ganz großen Möglichkeiten blieben aus. Die Gäste verteidigen „Mann gegen Mann“ fast über den ganzen Platz und machten dem Tabellenführer das Leben so richtig schwer. Die Folge waren viele lange Bälle, die aber zu selten festgemacht wurden. Schwend lobte: „Das war eine richtig starke Leistung unserer Defensivabteilung.“ So konnte sich Torhüter Jakob Majhen, in der Jugend für Zimmern am Ball, über ein Zu-Null-Spiel freuen.

Genter hingegen haderte mit der Umsetzung seiner Truppe gegen das mannorientierte Verteidigen: „Wir sind zu selten in die Tiefe gelaufen. Alleine das ich dann irgendwann Leo Benz in die Spitze befördert habe, zeigt wie zufrieden ich mit der letzten Linie war.“ Der Co-Spielertrainer des SVZ war dann in der Schlussphase bei einem hohen Ball gestoßen worden, der Elfmeterpfiff blieb aber ebenso wie bei einer Aktion gegen Colin Zimmerer in der 1. Halbzeit aus. Nico Gulde hatte hier in höchster Not zur Grätsche angesetzt.

Kaum Torchancen

Ansonsten waren gefährliche Strafraumaktionen eher die Ausnahme. Ergenzingens Luca Wüst zwang Keeper Chris Fast mit einem Kopfball zu einer starken Parade (28.), auf der Gegenseite setzte Stefan Mutapcic zum Solo an, brachte den Ball nach einem Durcheinander aber auch nicht im Tor unter (40.). Nach dem Seitenwechsel klärte dann Leo Benz zunächst stark gegen Beurenmeister (46.), und Marius Helmke verfehlte das Tus-Tor aus kurzer Entfernung nach einer Vorlage von Colin Zimmerer (55.).

Schwend sagte zur Leistung seiner Mannschaft im eigenen Ballbesitz: „Das war zu hektisch. Wir haben zu viele Bälle lang geschlagen. Das war eigentlich Plan C oder D, Zimmern hat uns aber zugestellt und wir wollten kein Risiko eingehen.“

Die Aufstellungen

SVZ: Fast; Hillmaier (78. Demir), Helmke, Mutapcic (56. Spada), J. Thieringer (16. Zimmerer), D. Thieringer (59. Reisert), Tkach, Kücking, Davitian (56. Davitian), Schrankenmüller, Benz. TuS: Majhen; Hofmann, Bastians, Wüst, Walser, Gulde, Nzally, Beurenmeister, Bogensperger (25. Vogel), Materazzi (84. Heckmann), Ciossek. Schiedsrichter: Kevin Schmidt mit Tom Kreibich und Fadi Dachs.