Die geplante Schließung der Notfallpraxis in Albstadt hat Z.U.G.-Stadtrat Thomas Voelter, selbst Mediziner, im Gemeinderat kritisiert.
Krankenhausärzte befürchteten einen massiven Ansturm von Patienten, betonte Thomas Voelter, und Rettungsdienste warnten ebenfalls. Gleichzeitig werde der gravierende Hausärztemangel in den nächsten Jahren weiter zunehmen – daher sei es wichtig, gegen die Schließung der Notfallpraxis vorzugehen.
„Wir sind hier grundsätzlich alle einer Meinung“, sagte Oberbürgermeister Roland Tralmer: Es sei ein wahrlich dürftiges Vorgehen der Kassenärztlichen Vereinigung gewesen, einfach so eine Streichliste zu verkünden. Parteiübergreifend seien sich alle einig: Noch sei die Praxis nicht geschlossen, und man werde sehen, ob es gelinge, gemeinsam etwas zu bewegen.
Bürgermeistern hätten SPD-Co-Vorsitzende Saskia Esken und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach angeboten, sich zum Gespräch zu treffen, so Tralmer, und er habe zugesagt. „Man muss alle Optionen abwägen und schauen, mit welchen Maßnahmen die Not gelindert werden kann. Die Sache ist noch nicht abgeschlossen.“