Thomas Bareiß zeigt sich entsetzt von den KVBW-Plänen. Foto: CDU

Thomas Bareiß wendet sich an den Landesgesundheitsminister und die KVBW. Er fürchtet bei einer Schließung der Notfallpraxis in Albstadt eine klare Verschlechterung der Versorgung.

Mit einem Schreiben hat sich der CDU-Bundestagsabgeordnete aus dem Zollernalbkreis, Thomas Bareiß, an den Gesundheitsminister Manfred Lucha und die stellvertretende Vorsitzende der kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) Doris Reinhardt zur geplanten Schließung der Notfallpraxis in Albstadt gewandt.

 

„Mit großer Sorge wende ich mich heute an Sie, nachdem die Schließung von insgesamt 17 KVBW-Notfallpraxen öffentlich geworden ist, die auch den Standort Albstadt betrifft. Diese Schließung am Standort Albstadt halte ich für unverantwortlich“, beginnen die Schreiben an Lucha und Reinhardt.

Die Schließung der Notfallpraxis in Albstadt würde laut Bareiß „vor dem Hintergrund der schon schwierigen hausärztlichen Versorgung zu einer weiteren Verschlechterung der medizinischen Versorgung in meinem Wahlkreis führen“. Dies sei für ihn indiskutabel.

Bareiß bittet Lucha um ein Gespräch

Er forderte in dem Brief an Reinhardt, diese Pläne nicht in die Tat umzusetzen und die Notfallpraxis in Albstadt und im ländlichen Raum zu erhalten.

Den Gesundheitsminister bittet Bareiß in dem Schreiben um ein Gespräch in der Sache und darum, sich persönlich für den Standort Albstadt einzusetzen.

„Wir brauchen auch in Zukunft einen schnellen Zugang zu ärztlicher Versorgung – und zwar unabhängig davon, ob wir im Ballungsraum oder auf dem Land leben. Die Menschen im ländlichen Raum zahlen die gleichen Beiträge, Abgaben und Steuern wie in den Ballungszentren. Mit dieser geplanten Kürzung werden sie aber klar benachteiligt.“

Bereits in den vergangenen Tagen haben sich aus mehreren Richtungen Politiker und Institutionen zu den KVBW-Plänen geäußert. Die geplante Schließung stößt überwiegend auf Ablehnung.