In der Kernenschule inspizierten (von links) Nagolds Feuerwehrkommandant Jörg Burghard, Ordnungsamtsleiter Achim Gräschus und Sebastian Beer von der Firma Hörmann die Steuerung einer der neuen Sirenen. Foto: Bernklau

Katastrophenschutz wird für Städte immer wichtiger. Auch für Nagold. Unter anderem will man in der Stadt 18 neue Sirenen installieren. Die ersten sind jetzt in Betrieb.

Sie waren beinahe schon vergessen. In Zeiten des Kalten Krieges waren Sirenen ganz normal – auf Schulhäusern, Rathäusern und anderen öffentlichen Gebäuden. Dann war der Kalte Krieg zu Ende und die Sirenen – und die damit verbundenen immer wiederkehrenden Probealarme – verschwanden aus dem täglichen Leben.

 

Doch die Zeiten haben sich wieder geändert. Die Sirenen kommen wieder. Die Stadt Nagold hat sogar eine komplette Planung für ein flächendeckendes Sirenennetz im Stadtgebiet entwickelt. Dabei geht es um insgesamt 18 Standorte. Man bewarb sich mit diesem Konzept auch um staatliche Förderung – allerdings vergeblich.

Vier Standorte im ganzen Stadtgebiet

Auch ohne Förderung will die Stadt nun ihre Pläne für die neuen Sirenen umsetzen. Die ersten vier der Sirenen wurden nun von der Firma Hörmann aus Kirchseeon bei München in Betrieb genommen. Die neuen Sirenen finden sich in der Kernenschule in der Theodor-Heuss-Straße, auf dem Kindergarten Mittlerer Steinberg, auf dem ehemaligen Gertrud-Teufel-Seniorenzentrum und auf dem Rathaus Schietingen.

Diese neuen Sirenen sollen von Anfang an auf ihre Funktionstüchtigkeit hin getestet werden. Deshalb wird es, so kündigt es Nagolds Gesamtwehrkommandant Jörg Burghard an, jeden ersten Samstag im Monat einen Probealarm geben. So auch am 6. Dezember. Um 12 Uhr wird es dann für zwölf Sekunden etwas laut werden.

Probealarm am 6. Dezember um 12 Uhr

Für das kommende Jahr hat man sich bei der Stadt und der Feuerwehr schon auf fünf weitere neue Standorte verständigt, allerdings will man damit noch nicht an die Öffentlichkeit gehen, da man noch nicht wirklich sicher ist, ob man das alles so wie gewünscht und geplant umsetzen kann.

Fest steht, dass die neuen Sirenen auf städtischen Liegenschaften wie Rathäusern oder Kindergärten ihren Platz finden werden. Das erklärte Ordnungsamtschef Achim Gräschus im Gespräch mit der Redaktion.

Die digital einzeln ansteuerbaren Sirenen sind übrigens alle so konzipiert, dass sie für eine gewisse Zeit auch ohne Strom funktionieren werden. Sebastian Beer von der Firma Hörmann gibt die Zeit mit bis zu zwei Wochen an.