In feierlicher Runde lösten der Leiter der Integrierten Leitstelle, Benjamin Teufel, Kreisbrandmeister Frank Jahraus, Landrat Klaus Michael Rückert, der Präsident des DRK-Kreisverbands Freudenstadt, Roland Lepold, und der DRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Dettinger (von links) gemeinsam und „Hand in Hand“ den roten Knopf symbolisch für die Inbetriebnahme der neuen Integrierten Leitstelle des Landkreises Freudenstadt aus. Foto: Landratsamt Freudenstadt

Seit 2000 befand sich die Integrierte Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und alle Bevölkerungsschutz-Organisationen im Untergeschoss des Personalwohngebäudes beim Krankenhaus Freudenstadt – die neue Leitstelle ist in der Jaspisstraße zu finden.

Nun fand die symbolische Inbetriebnahme der neuen Leitstelle im Freudenstädter Industriegebiet Sulzhau statt; technisch wurde sie bereits eine Woche vorher erfolgreich in Betrieb genommen, wie das Landratsamt mitteilt.

Zu den Gästen der Inbetriebnahme zählten Landrat Klaus Michael Rückert, der Präsident des DRK-Kreisverbands Freudenstadt, Roland Lepold, DRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Dettinger, weitere Vertreter des Landratsamts, des DRK, der AOK Nordschwarzwald sowie die beiden Fachplaner, welche das Projekt geplant und die gesamten Baumaßnahmen begleitet hatten.

Standort für die nächsten Jahre gesichert

Der Landrat dankte allen beteiligten Personen, besonders dem Leiter der Integrierten Leitstelle, Benjamin Teufel vom DRK-Kreisverband Freudenstadt, der mit großartigem Engagement die komplette Bauphase betreut habe und parallel weiterhin die bisherige Leitstelle leite. Ebenso dankte er Kreisbrandmeister Frank Jahraus für seine Unterstützung und seinen Einsatz. Rückert unterstrich die Wichtigkeit des Standorts der Leitstelle im Landkreis Freudenstadt und zeigte sich froh darüber, dass dieser für die nächsten Jahre gesichert sei. Die Ortskenntnis der Disponenten und die schnelle Verfügbarkeit des Personals in Ausnahmesituationen und Großschadenslagen seien für ihn wichtige Argumente bei der Standortfrage gewesen.

Ein Architekturbüro aus Freudenstadt begleitete den speziell für einen Leitstellenbetrieb angepassten Ausbau der Räumlichkeiten, die umfangreichen Elektroarbeiten und den Anschluss an die Netzersatzanlage führte eine Elektrofirma aus Dietersweiler aus. Der veranschlagte Kostenrahmen von 2,4 Millionen Euro konnte sehr gut eingehalten werden – nach dem bisherigen Abrechnungsstand werden die geplanten Kosten, die sich Landkreis und DRK hälftig teilen, deutlich unterschritten.

Der Präsident des DRK-Kreisverbands Freudenstadt, Lepold, bedankte sich bei allen Beteiligten und hob den erfolgreichen Abschluss nach erschwerter Bauzeit hervor. Bedingt durch die Corona-Pandemie war ein zeitlicher Verzug verursacht worden.

Zusätzliche Notrufannahmeplätze

In der Integrierten Leitstelle des Landkreises Freudenstadt werden alle nichtpolizeilichen Notrufe gebündelt und von geschultem Personal angenommen. Sie ist für alle am Bevölkerungsschutz beteiligten Hilfs- und Rettungsorganisationen im Landkreis Freudenstadt zuständig. Einsätze werden dort angenommen, disponiert und bis zum Abschluss begleitet. Die Leitstelle ist „rund um die Uhr“ in Betrieb mit zwei Disponenten besetzt und im Notfall über den europaweiten Notruf 112 zu erreichen.

Bei Unwetterlagen wie schweren Gewittern, Starkregen, Schneebruch und Sturmlagen ist man nun im Neubau in der Lage, mit sogenannten zusätzlichen Notrufannahmeplätzen ein verstärktes Notrufaufkommen zu organisieren und die Zahl der Annahmeplätze von fünf auf acht zu erhöhen. Dies war in den bisherigen Räumlichkeiten so noch nicht möglich.

Außerdem befinden sich auf der Leitstellen-Etage im neuen Gebäude in der Jaspisstraße zwei große Technikräume sowie Büroräume für die Leitung, die Systemadministration und die Feuerwehr. Eine Netzersatzanlage überbrückt einen Stromausfall über 72 Stunden.