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Nordschwarzwald Unternehmen investieren mehr in Ausbildung

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Bei den Köchen sind die meisten Ausbildungsplätze im Angebot. Foto: Kasper

Nordschwarzwald - Das aktuelle Ausbildungsjahr hat Anfang September begonnen, jetzt zog die Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim Bilanz. Sowohl die Zahl der gemeldeten Bewerber als auch der gemeldeten Ausbildungsstellen hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Der Ausbildungsmarkt im Nordschwarzwald bleibt ein Bewerbermarkt, das heißt, es gibt mehr gemeldete Ausbildungsstellen als Bewerber. Auch die Zahl der noch unbesetzten Stellen (396) übersteigt die der noch nicht vermittelten Bewerber (51) deutlich.

Von Oktober 2015 bis September dieses Jahres meldeten Firmen dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim 4112 Ausbildungsstellen, 23 oder 0,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Den Bewerberanstieg führt Martina Lehmann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, vor allem auf die verstärkten Aktivitäten der Berufsberater, besonders an den berufsbildenden Schulen, zurück. "Wir haben auf Veranstaltungen, Bildungsmessen und in den Medien für unsere Beratungsdienstleistungen und ganz besonders für die Attraktivität der dualen Ausbildung geworben, auch bei den Eltern. Das zeigt nun Wirkung."

Die Betriebe investieren gleichzeitig weiter verstärkt in die Ausbildung. Zu dieser Einschätzung kommt Lehmann, die für das abgelaufene Berichtsjahr eine insgesamt positive Bilanz zieht. Im Unterschied zum Vorjahr kann sie einen Zuwachs bei den gemeldeten Ausbildungsstellen und auch mehr Bewerber vermelden, deren Interesse an einer dualen Ausbildung geweckt werden konnte.

"Mit Blick auf demografischen Wandel und Arbeitswelt 4.0 setzen die Betriebe in unserer Region zu Recht auf die duale Ausbildung im eigenen Unternehmen." Was die Arbeitsmarktexpertin auch freut: "Unsere Betriebe im Nordschwarzwald geben zunehmend auch Bewerbern eine Chance, die nicht alle gewünschten Anforderungen optimal erfüllen."

Die Top Ten der gemeldeten Ausbildungsstellen führen die Köche (203) an, gefolgt von den Kaufleuten im Einzelhandel (202), Industriekaufleuten (192), Hotelfachleuten (162) und den Industriemechanikern (153).

Am Ende des Beratungsjahres waren noch 396 freie Ausbildungsplätze gemeldet, 48 oder 13,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die meisten freien Ausbildungsstellen gab es wie in den Vorjahren bei den Köchen (54), den Restaurant- (45) und Hotelfachleuten (32), den Kaufleuten im Einzelhandel (27) und den Fachverkäufern im Lebensmittelhandwerk – Fleischerei (20). 75 Prozent aller bei der Arbeitsagentur gemeldeten Bewerber hatten einen mittleren (54,4 Prozent) oder höheren Schulabschluss (20,5 Prozent). Nur 0,9 Prozent verfügten über keinen Schulabschluss. 21,9 Prozent hatten einen Hauptschulabschluss.

Hauptberufswünsche der Jugendlichen waren Industriekaufmann/Industriekauffrau (251), Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel (231), Industriemechaniker/in (190), Kaufmann/-frau für Büromanagement (219), Kraftfahrzeugmechatroniker/in (214) sowie Industriemechaniker/in (181). 51 Bewerber und damit 1,3 Prozent aller gemeldeten Bewerber, waren zum Ende des Beratungsjahres 2015/2016 noch unversorgt, sprich ohne Ausbildungsplatz oder Alternative.

"Wir bleiben mit diesen weiter Ausbildungsplatzsuchenden im Gespräch. Unser Ziel ist es, allen die Aufnahme einer Ausbildung zu ermöglichen. Denn für die in unserer Region angebotenen dualen Berufsausbildungen wollen wir das Potenzial aller Jugendlichen und auch von Erwachsenen ohne abgeschlossen Ausbildung ausschöpfen. Für chancenärmere Jugendliche wollen wir den nahtlosen Übergang von der Schule in Ausbildung dennoch ermöglichen. Wir beraten die Betriebe gerne über in Frage kommende Unterstützungsmöglichkeiten, wie beispielsweise eine ›assistierte Ausbildung‹ und ausbildungsbegleitende Hilfen", so Lehmann. Für alle Schüler, die im nächsten oder übernächsten Jahr die Schule verlassen, sollte der Weg zur Berufsberatung der Arbeitsagentur zum Pflichtprogramm gehören, so die Agentur für Arbeit. Besonders gute Möglichkeiten, sich über viele Ausbildungsberufe zu informieren, bieten wieder die Aus- und Weiterbildungsmesse "Beruf aktuell der Arbeitsagentur im CongressCentrumPforzheim (CCP) am 4. Februar nächsten Jahres sowie die Top-Job Bildungsmessen am 1. April in Calw, am 6. Mai in Nagold und am 13. Juli in Freudenstadt.

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