Joachim Kröger (Stiftungsverwaltung) (von links), der stellvertretende Vorstandsvorsitzender Hans Neuweiler, Katrin Zauner (Stiftungs-Geschäftsführerin), die stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende Brigitte Wetzel, der Kuratoriumsvorsitzende Konrad Maier, Pforzheims Oberbürgermeister Gert Hager und der Vorstandsvorsitzende Stephan Scholl stellten den neuen Bürgerschaftspreis der Sparkassenstiftung "Mit Herz und Hand" vor. Foto: Laich

"Mit Herz und Hand": In diesem Jahr stehen musikalische Kooperationsprojekte im Fokus. Anmeldungen bis 30. April möglich.

Nordschwarzwald/Pforzheim - Seit neun Jahren schreibt die Sparkassenstiftung "Mit Herz und Hand" Bürgerschaftspreise aus. Die Themen waren schon vielfältig: Die Palette reichte von Integration über Theater bis zum Denkmalschutz. In diesem Jahr steht der verbindende Charakter der Musik im Fokus. Die Sparkassenstiftung "Mit Herz und Hand" bleibt dem Thema Kultur treu. Im vergangenen Jahr hatte man für den Bürgerschaftspreis den ersten Theaterwettbewerb für die Schulen der Region ausgeschrieben. In diesem Jahr ist die Musik an der Reihe. Dabei soll es sich ausdrücklich nicht um einen Musikwettbewerb wie "Jugend musiziert" handeln. Der Wettbewerb soll zwei unterschiedliche Musiker oder Musikgruppen zusammenführen, die ein gemeinsames Projekt auf die Beine stellen.

Angesprochen sind etwa Kindergärten, Schulen, Vereine, Musikschulen, Firmenchöre oder -orchester, die einen Kooperationspartner finden sollen. Ausgenommen vom Wettbewerb sollen Musiker mit professionellem Hintergrund sein. Wobei da die Grenzen fließend seien und man der prominent besetzten Jury die letzte Entscheidung überlassen wolle, wer zum Wettbewerb zugelassen werde, erklärte Stephan Scholl, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Pforzheim Calw, gestern im Rahmen einer Pressekonferenz zur Vorstellung des Bürgerschaftspreises 2014. Diese verbindende Komponente des diesjährigen Preises sei der Sparkasse besonders wichtig und die wolle man in den Vordergrund rücken, sagte Scholl.

So sei es durchaus auch möglich, Projekte vorzuschlagen, die der Inklusion oder der Integration dienen, ergänzte Pforzheims Oberbürgermeister Gert Hager, der Vorsitzender der Sparkassen-Stiftung ist. Hager stellte gestern die Modalitäten des Bürgerschaftspreises vor. Zugelassen sind eigentlich alle Musikrichtungen – von klassischer Musik über Musical bis hin zu neuer Musik oder volkstümlicher Musik. Die Gruppen, die sich bewerben wollen, können sich bis 30. April anmelden. Bis 20. September sollen die Bewerber eine DVD mit ihrem Beitrag mit einer Spielzeit zwischen zehn und 20 Minuten produzieren und einreichen.

Dann ist eine hochkarätige Jury am Zug. Sie besteht aus Matthias Hinderberger, Vorstand des Landesverbands der Musikschulen Baden-Württemberg, Martin Frieß, Kulturreferent im Landratsamt Calw und Diplom-Kirchenmusiker, sowie Franz Laupheimer, Leiter der Musikschule Weil der Stadt. Diese Jury entscheidet, welche jeweils sechs Bewerbungen sich für die Regionalausscheidungen für den Kreis Calw, den Enzkreis und die Stadt Pforzheim qualifizieren. Beim Regionalentscheid – am 24. Oktober für den Kreis Calw im Konsul- Niethammer-Kulturzentrum in Bad Teinach-Zavelstein, am 7. November für den Enzkreis im Ameliussaal in Niefern und am 14. November im Kulturhaus Osterfeld für Pforzheim – müssen die Kooperationen ihre erarbeiteten Stücke live vortragen.

Den Teilnehmern winkt einiges an Geld. Schon denjenigen, die sich für den Regionalentscheid qualifizieren, ist ein Preisgeld von 500 Euro sicher. Für den Erstplatzierten gibt es weitere 1500 Euro, für den Zweiten 1000 Euro und für den Dritten 500 Euro. Insgesamt lobt die Stiftung Preisgelder in Höhe von 24 000 Euro aus. Falls die Jury sich dazu entschließt, kann sie sogar Sonderpreise vergeben. Abschluss des Bürgerschaftspreises soll das gemeinsame Preisträgerkonzert am 27. November im Spiegelsaal von Bad Liebenzell sein.

Damit war bei der Vorstellung der Bürgerschaftspreise genug der Worte gewechselt und der Hobbymusiker und Oberbürgermeister Gert Hager rief alle passionierten Musiker der Region dazu auf: "Und jetzt lasst die Töne sprechen."

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