Gestern startete die Sparkasse Pforzheim Calw in Calw mit ihrer Initiative in Sachen Elektromobilität. Foto: Hölle

Alle 28 Filialdirektionen im Geschäftsbereich werden mit E-Tankstellen ausgestattet. Vorreiterrolle übernommen.

Nordschwarzwald - Das muss der Sparkasse Pforzheim Calw erst mal einer nachmachen. Gestern startete sie zusammen mit den beteiligten Partnern ein Elektro-Mobilitätsprojekt, das auf diesem Gebiet einen Impuls für die Region geben soll und seinesgleichen sucht.

Zweimal PF-CW und einmal CW-PF: Das sind die Nummertafeln der drei "Smart electric drive", die den Fuhrpark des Kreditinstituts jetzt bereichern. Einer steht in Calw, einer in Pforzheim und einer in Mühlacker. Mitarbeiter sollen sie für Dienstfahrten nutzen.

Viel wichtiger in diesem Zusammenhang ist aber, dass die Sparkasse in einem ersten Schritt ihre vier großen Standorte Pforzheim, Mühlacker, Calw und Nagold mit E-Zapfsäulen ausstattet, an denen künftig Kunden (zunächst einmal) ihre Fahrzeuge kostenlos aufladen dürfen. Sie müssen sich nur vor Ort anmelden und bekommen dann einen Code auf ihr Handy. In einem zweiten Schritt sollen dann alle 28 Filialdirektionen im Geschäftsbereich solche E-Tankstellen bekommen. Auch die Träger der Sparkasse (Enzkreis, Landkreis Calw und Stadt Pforzheim) werden jeweils Zapfsäulen für die Bürger installieren.

Anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme der E-Tankstelle vor der Geschäftsstelle in Calw hatte die Bank gestern zu einer "Nachhaltigkeits-Pressekonferenz" eingeladen. "Wir propagieren nicht nur Nachhaltigkeit, wir praktizieren sie auch", betonte in seinem Eingangs-Statement Vorstandsvorsitzender Stephan Scholl. Nicht nur auf dem Gebiet der E-Mobilität, wie er anmerkte, sondern auch in anderen Bereichen, wie Geschäftsstrategie, Kunden-/Kerngeschäft, Mitarbeiter, öffentlicher Auftrag, Unternehmen, Beratungsqualität, Seniorenfreundlichkeit, Ausbildung, Ehrenamt, Sponsoring, Gebäudeenergiemangement und Fuhrpark.

Gestern stand natürlich der Impuls für die Region in Sachen Elektro-Mobilität im Mittelpunkt. Dazu hat sich die Sparkasse Pforzheim mit Partnern zusammengetan. Nämlich: Stadt Pforzheim, Enzkreis, Landkreis Calw, Stadt Calw, Regionalverband Nordschwarzwald, Sparkassenverband Baden-Württemberg, Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordschwarzwald, Wirtschaft- und Stadtmarketing Pforzheim sowie natürlich mit den regionalen Stromerzeugern Stadtwerke Pforzheim, Energie Calw (ENCW) GmbH und Stadtwerke Mühlacker. Deren Vertreter waren alle voll des Lobes über die Initiative der Bank.

Er freue sich darüber, dass die Sparkasse bei der E-Mobilität eine Vorreiterrolle übernommen hat, meinte beispielsweise Pforzheims Oberbürgermeister Gert Hager. "E-Mobilität kann nicht von alleine gehen. Da brauchen wir starke Partner", unterstrich der Landrat des Enzkreises, Karl Röckinger. "Diese Initiative passt total in die Linie des Kreises Calw", betonte Landrat Helmut Riegger.

"Im Schwarzwald brauchen wir Mobilität. Und wir als Energieversorger haben die Verpflichtung, auf diesem Gebiet für die Gesellschaft etwas zu tun", sagte ENCW-Chef Horst Graef. Dabei gelte es, einfache Dinge zu tun, einen Schritt nach dem anderen machen und dabei die Menschen mitnehmen. Wie jetzt bei diesem Projekt.

Das passte zu dem, was Stephan Scholl gesagt hatte: "Natürlich wollen wir auch dazu animieren, auf E-Mobilität umzusteigen."

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