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Nordschwarzwald Saskia Esken zu Besuch im Nationalpark

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SPD-Chefin Saskia Esken hat im Rahmen ihrer Sommertour den Nationalpark Schwarzwald besucht. Foto: dpa

Baiersbronn - Urlaub zu Hause statt Fernreise: SPD-Chefin Saskia Esken wirbt für Entschleunigung im Schwarzwald. Gastronomie und Hotellerie sind nach harten Wochen des Corona-Lockdowns dankbar für jeden Touristen.

Waldklassenzimmer, E-Bike-Tour und Gastronomenbesuch: SPD-Chefin Saskia Esken hat am Mittwoch auf ihrer Sommertour den Nationalpark Schwarzwald und Hoteliers in Baiersbronn besucht. Die Corona-Pandemie hat Hotels und Restaurants schwer gebeutelt. Die Bundesregierung habe zwar mit Soforthilfen und der Mehrwertsteuersenkung Härten abgemildert, sagte Esken. "Wir können den ausgefallenen Umsatz aber nicht ersetzen, er ist für Gastronomen unwiederbringlich", meinte die Calwerin angesichts der angeordneten Zwangsschließungen.

Corona-Krise als Chance für Schwarzwald

Umso mehr sei sie beeindruckt, wie die Gastronomie die Krise mit großer Geduld und viel Verständnis auch unter den strengen Hygienevorschriften meistere. Esken sieht die Corona-Krise auch als Chance: Statt Fernurlaub seien nun Ziele in der Nähe gefragt. Zugleich komme der alte Begriff Nachhaltigkeit wieder in Mode – und Entschleunigung. "Der Nationalpark Schwarzwald bietet dieses andere Erlebnis", sagte sie nach dem Besuch des Waldklassenzimmers im Nationalpark nahe Baiersbronn.

Esken wollte sich ein Bild von der Situation von Tourismus und Gastronomie im Nordschwarzwald machen. Für sie war es ein Heimspiel: Die ­58-Jährige ist Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Calw/Freudenstadt. Im Schwarzwald zu sein, ist für sie "Nachhausekommen". Ihre drei inzwischen erwachsenen Kinder waren hier im Waldkindergarten.

Hygienevorschriften fordern mehr Arbeitskräfte

Nach der Stippvisite im Nationalpark mit einer E-Bike-Tour nach Baiersbronn hatte Esken sich die Sorgen und Nöte von Gastronomen wie den Familien Bareiss vom Hotel Bareiss und Finkbeiner vom Hotel Traube Tonbach angehört. Wegen des Lockdowns aufgrund der Corona-Pandemie verbuchten Hotels und Gaststätten bundesweit drastische Umsatzeinbrüche. Esken sprach im Hotel Traube Tonbach über deren momentan wieder gute Belegung und die gleichzeitige Sorge über das zögerliche Buchungsverhalten für den bevorstehenden Herbst und die Angst vor einer zweiten Welle.

Dankbar waren die Gastronomen für die schnelle und unbürokratische Corona-Soforthilfe sowie die Konjunkturhilfen in Form von KfW-Krediten. Letztendlich soll auch die bis zum Jahresende gesenkte Mehrwertsteuer den Nachfrageimpuls anregen. Überdies plagen die Gastronomen Personalsorgen. "Aufgrund der bestehenden Hygienevorschriften werden mehr Arbeitskräfte in der Hotellerie und Gastronomie gebraucht", fasste die SPD-Chefin zusammen.

Die Calwerin spricht auch das Thema Kinderarmut durch Corona an

Ein Feuer hatte zu Jahresbeginn das Stammhaus des Luxushotels Traube Tonbach in Schutt und Asche gelegt. Jetzt bitten die Spitzenköche Torsten Michel und Florian Stolte in neuer Umgebung wieder zu Tisch: Die "Schwarzwaldstube" und "Köhlerstube" sind im provisorischen "Temporaire" untergekommen – bis zur Fertigstellung des Neubaus in einem Leicht-Neubau auf dem Dach des Hotelparkhauses. Mit dem Restaurant "Schwarzwaldstube" waren im Januar drei Michelin-Sterne und mit der "Köhlerstube" ein weiterer Stern des renommierten Gastro-Führers in Flammen aufgegangen.

Während des kurzen Pressegesprächs im Hotel Traube Tonbach wurde auch das Thema Kinderarmut durch Corona angesprochen. "Zwei Millionen haben Anspruch auf Familienzuschlag, aber nur rund 200.000 haben hierfür einen Antrag gestellt", bedauerte Esken. Grund seien die auszufüllenden Formulare.

Die SPD-Chefin sieht auch die starke Belastung innerhalb von Familien. Sie wünscht sich zukünftig reduzierte Arbeitszeiten für Familien und gute Verknüpfungen von Kindererziehung und Berufstätigkeit. Die dreiwöchige Sommertour durch den Wahlkreis endet für Esken an diesem Donnerstag in Freudenstadt.

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