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Nordschwarzwald Nicht alle Lehrerstellen sind besetzt

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Für die Schüler hat am Montag wieder der Unterricht begonnen. Foto: Weißbrod

Nordschwarzwald - An den etwa 930 öffentlichen Schulen im Regierungsbezirk Karlsruhe hat am Montag für rund 319 000 Schüler und rund 29 000 Lehrer wieder der Schulalltag begonnen. Der Bedarf an Lehrpersonal ist aktuell immens.

Nordschwarzwald. Über das Thema Unterrichtsversorgung sowie die verschiedenen schulartbezogenen Entwicklungen im Regierungsbezirk Karlsruhe informierten jetzt Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder und die Leiterin der Abteilung Schule und Bildung im Regierungspräsidium Anja Bauer.

36 offene und unbefristete Stellen

Die Unterrichtsversorgung an den Grund-, Haupt-, Werkreal-, Gemeinschaftsschulen und Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) gestaltet sich je nach Schulart und Region unterschiedlich und ist zu Beginn dieses Schuljahrs wesentlich durch das Fortschreiten und den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie geprägt. Veränderte Rahmenbedingungen wie Neustellen zur Umsetzung bildungspolitischer Vorhaben, eine langsam abflauende, aber immer noch überproportional hohe Pensionierungswelle sowie ansteigende Schülerzahlen, insbesondere in der Grundschule, führen zu einem hohen Bedarf an Lehrkräften, heißt es in einer Pressemitteilung.

Derzeit gibt es noch 36 offene unbefristete Stellen, die bereits ausgeschrieben sind. Die Stellen im Raum Calw und Freudenstadt können nicht vollständig besetzt werden, obwohl insgesamt ausreichend Lehrkräfte vorhanden sind. Diese zeigten sich jedoch nur eingeschränkt bereit, ihre Wohnorte zu Gunsten einer unbefristeten Anstellung zu verlassen.

Rund 8500 Abiturienten

Die Einstellung an den beruflichen Schulen ist laut Regierungspräsidium zu großen Teilen abgeschlossen. Da einige ausgeschriebene Stellen insbesondere in Mangelfächern wie Sozialpädagogik, Pflege und im ingenieurswissenschaftlichen Bereich nur schwer zu besetzen sind, werden die Einstellungen aber erst am 30. September vollständig abgeschlossen sein. Das Regierungspräsidium geht davon aus, dass einige Stellenausschreibungen mangels Bewerbern nicht besetzt werden können.

Die Schutzmaßnahmen an den SBBZ mit den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung und körperlich-motorische Entwicklung beziehungsweise anderer Förderschwerpunkte mit dem Bildungsgang geistige Entwicklungen und für die Schulkindergärten sehen vor, dass dem Personal dieser Einrichtungen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen, denen es nicht immer möglich ist Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten und die auch pflegerische Maßnahmen (Essen, Wickeln, Körperpflege, Heben und Tragen) benötigen, FFP2-Masken zur Verfügung gestellt werden. Für alle weiteren Tätigkeiten soll Mund-Nasen-Bedeckung eingesetzt werden.

Zwei mündliche Prüfungen

Zur Abiturprüfung treten in diesem Schuljahr im Regierungsbezirk Karlsruhe voraussichtlich rund 8500 Schüler an. In diesem Schuljahr werden sie erstmals ihre Abiturprüfung nach den Vorgaben der neuen Abiturverordnung (AGVO) ablegen. In drei Leistungsfächern wird jeder Schüler die schriftliche Abiturprüfung ablegen, zusätzlich sind zwei mündliche Prüfungen zu absolvieren. Deutsch und Mathematik müssen mündlich oder schriftlich geprüft werden. Dafür entfällt das Format der bisherigen "Präsentationsprüfung". Für die Abschlussprüfungen hat Kultusministerin Eisenmann mitgeteilt, dass die Prüfungen der beruflichen Vollzeitschulen um etwa zwei Wochen nach hinten verschoben werden, um im kommenden Schuljahr Lernzeit für das Nachholen von versäumten Unterrichtsinhalten zu gewinnen.

Zahlen rund um die Schulen

 Grundschulen/Primarstufe der Gemeinschaftsschulen: An den Grundschulen setzt sich zum Schuljahr 2020/21 mit einem leichten Zuwachs von 0,7 Prozent der Anstieg der Schülerzahlen fort. Gegenüber den rund 622 neu hinzugekommenen Grundschülern sind 82 Schulanfänger weniger, was in diesem Bereich ein Minus von 0,4 Prozent bedeutet. Innerhalb des Regierungsbezirks stellt sich die Situation in den einzelnen Schulamtsbezirken unterschiedlich dar. Im für den Kreis Calw zuständigen Schulamtsbezirk Pforzheim stieg die Zahl der Grundschüler um 1,5 Prozent.

Werkrealschulen und Hauptschulen: An den Werkrealschulen und Hauptschulen ist für das Schuljahr 2020/21 erneut ein deutlicher Schülerrückgang von 7,5 Prozent festzustellen. Von 12 047 Schülern im Schuljahr 2019/20 sinkt die Zahl auf 11 042. Im Schulamtsbezirk Pforzheim sank die Schülerzahl nur um 2,7 Prozent. Der Schulamtsbezirk Pforzheim ist der einzige im gesamten Regierungsbezirk Karlsruhe, der sinkende Neuanmeldungszahlen meldet ( – 6,4 Prozent).

 Realschulen: An den Realschulen sind weiterhin stabile Schülerzahlen vorhanden. Rund 45 .241 Schüler besuchen im kommenden Schuljahr eine Realschule. Dies entspricht einem Minus von 1,1 Prozent.

 Gemeinschaftsschulen (Sekundarstufe I): Insgesamt besuchen 15 .57 Schüler die Gemeinschaftsschulen (Sekundarstufe I) des Regierungsbezirks Karlsruhe. Bei den Fünftklässlern ist wieder eine leichte Zunahme der Schülerzahlen von 3,5 Prozent zu verzeichnen.

 Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren: Die Schülerzahl steigt im Schuljahr 2020/21 um 142 Schüler (1,4 Prozent) auf 10 450. Davon werden 1984 Schüler im Rahmen der Inklusion an allgemeinen Schulen unterrichtet. Gleichzeitig werden 1486 Kinder und Jugendliche in insgesamt 67 kooperativen Organisationsformen unterrichtet und gefördert.

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