Werden die Mittel für den Nationalpark gekürzt? (Symbolfoto) Foto: dpa

Freundeskreis warnt: Negative Auswirkungen können entstehen. Keine Renovierungen und schlechte Ausbildungsmöglichkeiten.

Region - Im Hinblick auf die Landtagswahl steht der knapp 900 Mitglieder starke Freundeskreis Nationalpark Schwarzwald geschlossen hinter der Nationalparkverwaltung. Darüber informiert der Verein in einer Pressemitteilung.

Die geschäftsführenden Vorstände des Fördervereins erteilen damit der FDP eine klare Absage, die nach den Vorstellungen ihres Wahlprogramms den Nationalpark umfassend überprüfen, seine Gebietsgrenzen neu ordnen und die Personal- und Mittelausstattung verringern wolle, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Ausstattung nach Vorgabe

"Gebietsgröße sowie Personal- und Finanzausstattung des Nationalparks Schwarzwald entsprechen genau den europäischen Vorgaben für Nationalparke durch die Dachorganisation Europarc", erklärt Vorstandsmitglied Christian Köppel. Die Personal- und Finanzausstattung sei der Garant für die erfolgreiche Arbeit des Nationalparks in den vergangenen zwei Jahren.

"Ich befürchte", so das Vorstandsmitglied Karl-Ernst Rothfuß, "dass eine Kürzung der Mittel negative Auswirkungen haben könnte, zum Beispiel auf die sehr begehrte Ausbildung von Jugendlichen aus der Region zum Juniorranger. Auch der versprochene Unterhalt und die Renovierung von Wanderhütten, die im Nationalparkgebiet der Tourismusgemeinde Baiersbronn liegen, würde leiden."

Entscheidend für den Freundeskreis Nationalpark ist aber der naturschutzfachliche Erfolg des Nationalparks. Unter breiter Einbindung der Experten des Nationalparkbeirats und darüber hinaus und mit weitreichender Information der Bevölkerung bei vielen Führungen und der Möglichkeit der Onlinebeteiligung sei schon nach einem Jahr eine sinnvolle Zonierung des Nationalparks beschlossen, so Thomas Fritz. Vor diesem Hintergrund ist es für den Freundeskreis nicht nachvollziehbar, wie es im Wahlprogramm der CDU unter anderem heißen könne, sie wolle die mangelhafte Zonierung und die mangelhafte Bürgerbeteiligung korrigieren.

Vorschläge wie den Etat zu kürzen, die Kernzonen zu reduzieren oder das Gebiet auf über 900 Meter Meereshöhe zu begrenzen, hält der Freundeskreis nicht für sinnvoll. Die Folge wäre vielmehr ein Schutzgebiet, das den Namen Nationalpark nicht verdienen würde.

Die Vorstände des Freundeskreises Nationalpark appellieren deshalb mit Nachdruck an die CDU-Politiker, dass sie, falls sie in Regierungsverantwortung kommen sollten, das "sinnvolle" Weiterführen im Sinne einer Weiterentwicklung des Nationalparks verstehen, wie es im Wahlprogramm der SPD und vor allem der Grünen ausführlich beschrieben werde.

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