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Nordschwarzwald Mehr Wolfs-Angriffe auf Nutztiere

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Der Wolf wird im Südwesten heimisch. (Symbolbild) Foto: dpa

Bad Herrenalb/Berlin - Lange war der Wolf in Deutschland eine Erscheinung, die man in Richtung Lausitz verortete. Diese Zeiten sind seit dem damaligen Sensationsfund eines toten Tieres nahe der A5 bei Lahr (Ortenaukreis) im Juni 2015 vorbei. Inzwischen ist das Raubtier ein Dauerthema im Südwesten.

Der Bericht der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) verdeutlicht die Präsenz des Raubtieres noch einmal: Wölfe haben demnach im vergangenen Jahr 51 Nutztiere in Baden-Württemberg getötet oder verletzt. Demnach gab es vier Wolfsangriffe, bei denen 50 Schafe und eine Ziege getötet oder verletzt worden sind. Im Bericht für das Jahr 2017 werden fürs Land lediglich zwei Übergriffe mit sechs toten Schafen ausgegeben.

Besonders in Erinnerung bleibt die Attacke des Wolfes mit dem wissenschaftlichen Namen "GW852m" am 30. April 2018 nahe Bad Wildbad. Rund 40 Schafe starben, die meisten ertranken in einem Bach, in den sie in Panik gerannt waren. Eine wohl noch längst nicht zu Ende gebrachte Debatte über den Umgang mit dem Raubtier ist im Land und auch bundesweit ausgebrochen. Im Verlauf des vergangenen Jahres folgten weitere Risse in den Kreisen Freudenstadt und Rastatt.

Tiere werden heimisch

Tödliche Angriffe, wie etwa vor einigen Wochen bei Oppenau (Ortenaukreis) – um nur eines von mehreren Beispielen aus dem laufenden Jahr zu nennen – zeigen: "GW852m" ist gekommen, um zu bleiben. Doch das Tier hat womöglich noch einen Mitstreiter im Südwesten. Erst Ende November hat die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg (FVA) das Umweltministerium darüber informiert, dass sich möglicherweise noch ein Wolf im Südschwarzwald aufhält. Ein Fotofallenbild aus der Gemeinde Grafenhausen (Kreis Waldshut) zeigt zumindest ein Tier, bei dem es sich um einen Wolf handeln könnte.

Nach Schätzungen des Deutschen Jagdverbandes (DJV) Anfang des Jahres wächst die Zahl der Wölfe in Deutschland jedes Jahr um etwa 30 Prozent. Eine Verdopplung der Population innerhalb von drei Jahren sei realistisch. Die DBBW hatte zu Beginn der Woche mitgeteilt, dass in Deutschland mittlerweile 105 Wolfsrudel leben. Demnach leben die meisten Wolfsrudel in Brandenburg (41), gefolgt von Sachsen (22) und Niedersachsen (21).

Ihre Redaktion vor Ort Bad Wildbad

Markus Kugel

Fax: 07051 130891

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