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Nordschwarzwald Kurzarbeit nimmt deutlich zu

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Die Unternehmen der heimischen Wirtschaft – hier das Nagolder Industriegebiet Wolfsberg - versuchen ihre Stammbelegschaften zu halten. Foto: Fritsch

Nordschwarzwald - Die Aufträge gehen zurück, die Konjunktur schwächelt und immer mehr Firmen greifen zum Mittel der Kurzarbeit – trotzdem ist die Lage am Arbeitsmarkt in der Region nach Meinung der Agentur für Arbeit noch "relativ gut".

Die Zahl der Arbeitslosen hat sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim von September auf Oktober um 114 oder 1,0 Prozent auf 10 771 verringert.

Gegenüber Oktober 2018 ist die Arbeitslosigkeit dagegen um 629 oder 6,2 Prozent gestiegen. Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 3,2 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 3,0 Prozent.

Derzeit sieht es am Arbeitsmarkt "noch relativ gut" aus, wie die Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim mitteilt. Trotz zahlreicher konjunktureller Risiken und teilweise rückläufiger Auftragslage versuchen die Unternehmen ihre Stammbelegschaften zu halten. Immer häufiger kommt dabei das Instrument der Kurzarbeit zum Einsatz, um Entlassungen zu verhindern.

Außerdem zeigen auch zwei zum Jahresbeginn in Kraft getretene Gesetze ihre erhoffte Wirkung. "Das Qualifizierungschancengesetz, das die Fördermöglichkeiten für beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deutlich verbessert hat, stärkt unseren Ansatz der Prävention und trägt zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit bei", berichtet Agenturchefin Martina Lehmann. "Im Bereich unserer Jobcenter konnte durch das neue Teilhabechancengesetz langzeitarbeitslosen Hartz IV-Beziehern eine niedrigschwellige Rückkehr ins Arbeitsleben ermöglicht werden", so Lehmann weiter.

Beste Quote in Mühlacker

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat im Oktober nachgelassen. Dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim wurden insgesamt 1139 zu besetzende Arbeitsstellen gemeldet. Das waren 47 oder 4,0 Prozent weniger als im September und 333 oder 22,6 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Am Arbeitsmarkt im Nordschwarzwald gab es viel Bewegung. In den vergangenen vier Wochen meldeten sich 3653 Männer und Frauen neu oder erneut arbeitslos, 332 oder 10,0 Prozent mehr als im Vormonat und 473 oder 14,9 Prozent mehr als im Oktober 2018. Im gleichen Zeitraum konnten 3752 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 151 oder 3,9 Prozent weniger als im September und 180 oder 5,0 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosengeld I) waren im Oktober 5718 Männer und Frauen arbeitslos, 92 oder 1,6 Prozent weniger als im Vormonat aber 869 oder 17,9 Prozent mehr als im Oktober 2018.

Im Bereich der steuerfinanzierten Grundsicherung (Arbeitslosengeld II – Hartz IV) gab es 5053 Arbeitslose, 22 oder 0,4 Prozent weniger als im September und 240 oder 4,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Unter den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur Nagold-Pforzheim hat Mühlacker mit 2,5 Prozent die beste Arbeitslosenquote. Es folgen Calw mit 2,6 Prozent, Nagold, Freudenstadt und Horb mit jeweils 2,7 Prozent, Bad Wildbad mit 3,2 Prozent und Pforzheim mit 3,8 Prozent.

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