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Nordschwarzwald Eskaliert Debatte um Rückkehr des Wolfs?

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An ihm scheiden sich die Geister: Der Wolf Foto: Ziechaus

Nordschwarzwald/Berlin - Diskussionskultur adé? Die Frage stellt sich, angesichts dessen, was Bundestagsabgeordnete Saskia Esken nun bei einer Veranstaltung in ihrem Wahlkreis erleben musste.

Verbandspräsident: "Schüsse auf Menschen"

Es ist Donnerstagabend, im Terminkalender der SPD-Frau steht eine öffentliche Veranstaltung. Politikeralltag. Bis das Thema Wolf auf den Tisch kommt. Der Präsident eines Interessensverbands ergreift das Wort. Fordert, die Politik solle endlich etwas gegen die Rückkehr des Raubtiers unternehmen. Ansonsten müsse man mit dem Zorn des Schwarzwälders rechnen. "Dann fliegen Kugeln! Und nicht auf den Wolf, sondern auf Menschen. Ich würde es nicht befürworten, aber ich habe Verständnis dafür", zitiert Esken den Verbands-Vertreter in einem Facebook-Post.

Den Post setzt sie ab, kaum dass sie zu Hause angekommen ist. Der Schock sitzt tief. Auch am Freitag - da ist die Abgeordnete schon wieder in Berlin - hört man ihr die Verärgerung noch an. "Ich habe nach der Veranstaltung gut anderthalb Stunden gebraucht, um wieder runter zu kommen", erzählt sie. "So etwas kann man nicht einfach im Raum stehen lassen."

Esken mahnt Rückkehr zur sachlichen Diskussion an

Zwar will die Politikerin die harschen Worte nicht als Drohung gegen ihre Person verstanden wissen, auch nicht als Aufruf zur Gewalt - zu weit gehen sie ihr aber allemal. Was Esken sauer macht, ist die zunehmende Schärfe in der politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung, die Verrohung der Diskussionskultur. Für Esken längst kein Phänomen der Sozialen Netzwerke mehr. "Diese Grenzüberschreitungen sind ein Teil unserer Gesellschaft geworden", sagt die Bundestagsabgeordnete.

Für die SPD-Frau ist klar: So kann es nicht weitergehen. Esken mahnt die Rückkehr zu einer sachlichen Diskussion an. Getreu dem Motto:"Hart in der Sache, fair im Umgang." Es brauche wieder mehr Debattenkultur, "sonst reden wir irgendwann gar nicht mehr miteinander".

Wer ihr jene denkwürdigen Sätze an den Kopf warf will Esken übrigens nicht öffentlich machen. Nur soviel: Als "Ausrutscher" im Eifer des Gefechts lässt sie die verbale Entgleisung nicht durchgehen. "Ich sehe das schon als gezielte Provokation und hoffe, dass die betreffende Person ihr Verhalten überdenkt."

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

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