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Nordschwarzwald DEHOGA-Chef drängt auf Hotel-Öffnungen

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Langsam läuft der Betrieb in Hotellerie und Gastronomie wieder an. Foto: von Ditfurth

Bad Teinach-Zavelstein - Am Montag sind die Lockerungen der Coronavorgaben für die Gastronomie in Kraft getreten. Rolf Berlin, Vorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA) im Kreis Calw ist zwar erleichtert, dass er nun wieder öffnen darf – doch etwas stört ihn dann doch noch.

"Ich bin froh, dass es jetzt weitergehen kann", meint der Senior-Chef des Hotels Berlins Krone Lamm und des Zavelsteiner Wanderheims. Montag sei bisher immer der Ruhetag im Wanderheim gewesen, so Berlin, das sei aber nun geändert worden. "Zur Sicherheit der Gäste und des Personals ist im Garten jetzt Selbstbedienung", stellt der Hotelier klar.

Berlin hofft, dass auch sein Hotel bald wieder seine Türen öffnen darf: "Momentan heißt es, wir dürften am 29. Mai wieder öffnen. Schön wäre, wenn wir am 15. Juni auch wieder unseren Wellnessbereich betreiben dürfen."

Grenzen nach Österreich werden bald geöffnet

Die Grenzen nach Österreich werden bald geöffnet. Dort darf man auch wieder in die Wellnessbereiche der Hotels. Berlin kritisiert daher, er sehe keinen Sinn dahinter, hier noch zu warten: "Wir können und wollen die Vorgaben erfüllen."

Der DEHOGA-Vorsitzende stellt in diesem Zusammenhang heraus, dass Hotellerie und Gastronomie zu den wichtigsten Abnehmern der Landwirtschaftsindustrie gehörten. "Die Brauereien ächzen. Sie sind am Boden. Das gleiche gilt für die Winzer. Was klar sein muss: 70 Prozent der landwirtschaftlichen Produkte aus der Region werden in die Gastronomie verkauft."

Der Hotelier spricht von riesigen Umsatzeinbrüchen, die die Branche und die Region zu verbuchen hätten. Vielen sei erst durch den Lockdown klar geworden, wie viel der Tourismus wirtschaftlich ausmache. "Ohne Gastronomie und Hotellerie läuft hier gar nichts", beschreibt Berlin. "Metzgereien, Taxis, sogar der Zeitungsstand. Bad Teinach, eine kleine Gemeinde mit 3150 Einwohnern, hat 100 000 Übernachtungen im Jahr."

DEHOGA-Chef: Region ist für Bewohner Paradies während der Krise

Er meint, die Bewohner des ländlichen Raums hätten in diesen Zeiten großes Glück: "Das hier ist das Paradies, gerade während einer Krise." Berlin hofft darauf, dass die Politik das berücksichtigt, und dass möglichst wenig kleine Betriebe verloren gehen: "Denn die sind, was uns auszeichnet. Es gibt wenig Konkurrenzdenken. Jeder hat seine Gäste, seine Nische. Unser Konkurrent ist Tirol. Deshalb hoffen wir auf eine Lockerung für die Wellnessbereiche."

Der Gastronom meint, die Region habe sich in den vergangenen Jahren herausgeputzt. Neue Angebote wie der Wald-Wasser-Wiesenpfad (WWW) würden die Region bereichern "Der WWW ist eingeschlagen wie eine Bombe. Ich war kürzlich morgens eine kleine Runde laufen. Der Parkplatz beim Freibad in Bad Teinach war voll. Und das um zehn Uhr in der Früh." Der nächste Schritt dieser Entwicklung, so Berlin, seien die Hinweise an den Ortsschildern, die auf den Naturpark Nordschwarzwald (NSW) hinweisen. "Der NSW ist mit seiner Landschaft super toll aufgestellt. Wir sind von der Besiedlung nicht so stark. Aber jeder Ort, jeder Fleck hat seinen Charakter." Auch die Produkte aus der Region hätten Potenzial, meint der Senior-Chef. Und die Region, erklärt Berlin, brauche starke Produkte.

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