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Nordschwarzwald Corona verändert die Innenstädte

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Die IHK wirbt für zukunftsfähige Konzepte, um Innenstädte wieder stärker zu beleben. (Symbolbild) Foto: © DragonImages – stock.adobe.com

Kreis Freudenstadt/Kreis Calw - Leerstände führen laut IHK Nordschwarzwald zunehmend zu verödenden Innenstädten. Eine sinkende Kundenfrequenz bedrohe den dortigen Handel und damit die Lebendigkeit von Städten und Kommunen. Die IHK wirbt deshalb für zukunftsfähige Konzepte, um Innenstädte wieder stärker zu beleben.

Claudia Gläser, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald, empfiehlt laut einer Pressemitteilung der Kammer drei Maßnahmen, deren Umsetzung für den Handel und die Innenstädte während und nach der Corona-Pandemie lebensnotwendig sind: die Digitalisierung, ein zukunftsfähiges Konzept "Lebensraum Innenstadt" und den gezielten Einsatz von Städtebaufördermitteln. "Der Handel muss seine begonnene Digitalisierungsstrategie mit Hochdruck fortsetzen.

Handel und Gastronomie unterstützen

Nach Corona werden die Kunden nicht automatisch zu altem Einkaufsverhalten zurückkehren. Daher müssen die Prozesse in den Unternehmen weitreichender digitalisiert werden, insbesondere die Beziehungen zum ›König Kunde‹. Dazu benötigen die Handelsunternehmen Unterstützung durch die rasche Neuauflage der Digitalisierungsprämie des Landes", wird Claudia Gläser in der Pressemitteilung zitiert. Die Bundesförderung durch das Programm "Digital jetzt" sollte dadurch wesentlich ergänzt werden, heißt es weiter. Die Städte und Kommunen im Nordschwarzwald benötigten, so die IHK, individuell zugeschnittene Konzepte für modern aufgestellte Innenstädte. Diese müssten als ganzheitlicher Lebensraum begriffen werden: Die Menschen wünschten sich erlebbare urbane Räume, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Dies könne unter anderem durch mehr individuellen Wohnraum unterstützt werden.

In den Städten könne die Kundenfrequenz durch die Rückkehr und Ansiedelung von flexiblen Arbeitsplätzen personalintensiver Dienstleister in freiwerdenden beziehungsweise leerstehenden innerstädtischen Immobilien erhöht werden. Damit würden der Konsum angeregt und der Handel sowie die Gastronomie dabei unterstützt, mit den anstehenden Veränderungen umzugehen.

Städte und Kommunen an geänderte Bedürfnisse anpassen

"Der Ruf nach wohlgefüllten Geldtöpfen für immer neue Zielgruppen wird allein nicht helfen", so Gläser. Die IHK-Präsidentin appelliert: "Jetzt müssen die anvisierten Maßnahmen für eine strukturelle Entwicklung der Innenstädte umgesetzt werden. Umfangreiche Städtebaufördermittel, die bereits bereitstehen, sollen gezielt für die Umgestaltung des Innenbereichs der Städte eingesetzt werden. Hier muss der Förderrahmen genau abgesteckt und bei Bedarf erhöht werden."

Für alle Akteure gelte es dafür Sorge zu tragen, Städte und Kommunen an die geänderten Bedürfnisse während und nach der Zeit von Corona anzupassen und attraktiver zu gestalten, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Insbesondere Einwohner und Besucher als Kunden des Handels und der Gastronomie müssten sich wohlfühlen und wieder zum längeren Verweilen animiert werden.

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