Nathalie Armbruster freut sich auf den Weltcup-Auftakt in Trondheim. Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa

Die nordische Kombiniererin aus Freudenstadt kehrt am Wochenende zurück nach Trondheim. Dieser Ort löst bei ihr nicht nur Glücksgefühle aus.

Wenn die nordischen Kombiniererinnen am Freitag (Springen um 11.00 Uhr/5-km-Lauf 14.15 Uhr) mit einem Individual Compact Rennen – das heißt: feste Zeitabstände nach dem Springen – eine Woche nach den Männern endlich auch in den Weltcup starten, dann steht eine Athletin besonders unter Spannung: Nathalie Armbruster aus Freudenstadt.

 

Im letzten Jahr holte sie den Gesamtweltcup, im Sommer gewann sie souverän den Sommer-Grand-Prix, aber ein Wermutstropfen befindet sich im Glücks-Kelch der 19-jährigen Ausnahmeathletin. Und der hat mit dem Wettkampfort Trondheim zu tun.

Als Weltcupführende und frisch gebackene „Königin von Seefeld“ reiste Nathalie Armbruster im Februar diesen Jahres zur WM nach Trondheim – als große Favoritin. Doch dann folgte eine Woche mit einem Silber-Highlight im Mixed-Team, aber Enttäuschungen in den Einzeln, die zum Abschluss sogar in einen Horror-Sonntag für die Freudenstädterin mündten.

„Ich weiß nicht. Manche Schanzen mag man mehr, manche weniger“, sagte sie damals, „es ist etwas schwierig zu beschreiben, warum man eine Schanze nicht mag.“ Auf jeden Fall hatte sie schon beim ersten Rennen Probleme mit ihrem Anlauf und daraufhin „so ein bisschen viel die Brechstange“ ausgepackt.

Der „Horror“ am Sonntag

Im Gundersen-Wettbewerb zum Abschluss der Damen-Wettkämpfe war dann nach einem 87-Meter-Hüpfer jede Medaillenchance weg – 2:08 Minuten Rückstand war zu viel, auch wenn sie in der Loipe – wie bei jedem Rennen der WM – eine sensationelle Leistung zeigte und sich so noch von Platz 20 auf Rang 8 schob.

Doch nun ist alles neu. Die Saison beginnt – und zum ersten Mal hat Nathalie Armbruster nach ihren 1,0-Abitur nicht unter der Doppelbelastung Schule – Leistungssport zu leiden. Da gab es in der Vorbereitung ganz andere Möglichkeiten – vor allem auf der Schanze. „Wir haben in Rastbüchl auf der kleinen Schanze gut an Absprung und Technik feilen können“, berichtet Damen-Bundestrainer Florian Aichinger.

Sprungform ist gut

Und auch bei Nathalie Armbruster lief es sehr gut. „Eigentlich ist meine Sprungform eine gute. Jetzt lasse ich mich mal überraschen, wo ich stehe und wie ich mit der Schanze zurechtkommen werde.“

Auch der Wettergott spielt mit

Im Sommer lief es auch bei der deutschen Meisterschaft super, jetzt ist alles angerichtet. Sogar das Wetter meint es in Trondheim wohl gut. Ein Novum für die 19-Jährige: „Sonnenschein habe ich da noch nicht erlebt.“