Zuversichtlich in die Wettkämpfe in der Ramsau geht Nathalie Armbruster, die sich freut, dass auch ihre Familie dabei ist und sie kräftig anfeuert. Foto: Eibner-Pressefoto/Johann Medvey

Beim Weltcup der nordischen Kombinierer in Ramsau will die Freudenstädterin die Podestplätze angreifen. Svenja Würth hofft auf einen Platz in den Top Ten – verpokert sich aber zum Auftakt.

Das nächste Highlight steht den Spezial-Skispringern und den nordischen Kombinierern an diesem Wochenende ins Haus: Der Weltcup in der Ramsau in Österreich.

 

Dabei wird es für die Kombi-Frauen zu einer Premiere kommen, denn erstmals wird es im Weltcup ein sogenanntes Compact-Race geben, ein Format, das sich der Ski-Weltverband Fis ausgedacht hat, um die Forderungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) nach mehr Attraktivität zu erfüllen.

Hier werden die Abstände nach dem Springen nicht nach den erzielten Weiten umgerechnet, sie sind stattdessen nach Platzierungen fix. Das begünstigt die starken Läuferinnen und Läufer, weshalb beispielsweise die Freudenstädterin Nathalie Armbruster vor dem Testlauf im Sommer sehr skeptisch war, sich danach aber doch ganz angetan zeigte.

In Lillehammer an der Form gefeilt

Jetzt freut sich die deutsche Meisterin vom SV/SZ Kniebis auf die Rennen in der Ramsau, „auch wenn das auf der Strecke mega anstrengend wird“, wie sie weiß. „Da hab ich schon ein bisschen Schiss“, gibt sie zu. Aber die positiven Laufleistungen von Lillehammer lassen sie doch positiv aufs Wochenende blicken. „Jetzt hoffe ich, dass das in der Ramsau im Laufen genau so bleibt“, sagt sie, gibt aber auch zu, dass im Springen noch nicht alles Gold war, was glänzt. „Ich hoffe, dass ich die Sprünge, die ich in Lillehammer nach dem Wettkampf im Training gezeigt habe, in den Wettkampf mitnehmen kann.“

Extreme Kälte

Denn das deutsche Team ist noch eine Weile in Lillehammer geblieben, hat noch ein paar Trainingskilometer gesammelt und auf der Schanze an der Form gefeilt. „Wir haben noch einige Tage sehr gut trainiert – auch wenn wir bei extrem kalten Temperaturen von minus 20 Grad Celsius nicht alles umsetzen konnten“, erklärt Frauen-Bundestrainer Florian Aichinger.

Das mit der verbesserten Form auf der Schanze hat bei Jenny Nowak sehr gut funktioniert – am Donnerstag war sie beim provisorischen Wettkampfsprung (PCR), der gewertet wird, wenn am Freitag nicht gesprungen werden könnte, Zweite hinter Dominatorin Gyda Westvold Hansen, die ihren weiten Satz allerdings nicht ganz stehen konnte und große Punktabzüge hatte. Bei Nathalie Armbruster hat das noch nicht so gut geklappt: Sie musste mit Platz 8 vorliebnehmen. Svenja Würth verpokerte sich, verkürzte den Anlauf um zwei Luken, erreichte aber nicht die geforderte Weite von 90 Metern und wurde Zwölfte.

Das Programm in der Ramsau

Richtig ernst wird es am Freitag um 10.30 Uhr, wenn es wieder auf die Schanze geht (Langlauf-Start 15.00; Samstag 10.35/14.00). Die Männer um den Baiersbronner Manuel Faißt (PCR-Platz 9 als bester Deutscher) haben am Samstag ein Massenstartrennen zu absolvieren (Langlauf 13.45/Sprung 17.00), am Samstag einen herkömmlichen Gundersen-Wettkampf (09.15/ 15.30/ZDF und Eurosport).

Skispringer in Engelberg

Die Skispringer sind am Wochenende in Engelberg (Schweiz) zu Gast. Den Auftakt machten die Frauen mit der Qualifikation für den Wettkampf am Freitag (15.30) von der Großschanze. Für die DSV-Starterinnen lief es nicht nach Wunsch: Pia Kübler und Pauline Hessler fielen aus dem Wettbewerb, Selina Freitag (13.) und Katharina Schmid (14.) waren weit von der Spitze entfernt.